Elektroantriebe

Laurent Montenay, Geschäftsführer, JLG Deutschland

Laurent Montenay, Geschäftsführer, JLG Deutschland
Laurent Montenay, Geschäftsführer JLG Deutschland: "Unsere Stärke ist die Mischung aus guten Produkten, guten Leuten und guten Services."

Als Premiummarke für Arbeitsbühnen und Teleskoplader sieht sich JLG weltweit gut positioniert. Mit technisch ausgereiften Maschinen, die schon morgen oder übermorgen überwiegend mit Strom betrieben werden – glaubt Laurent Montenay, seit 2012 Geschäftsführer von JLG Deutschland.

 

Wie, Herr Montenay, ist das Unternehmen JLG aktuell aufgestellt?

JLG vereint die besten Qualitäten von Amerika, Europa und Asien, ist also sehr international geprägt. Wir sind weltweit präsent und sehr aktiv in Europa, mit einer eigenen Niederlassung in jedem wichtigen Markt sowie zahlreichen Händlern als starke Partner vor Ort. Deutschland ist mit Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei und Ungarn zu einer regionalen Einheit zusammengefasst, weil die Interaktion zwischen diesen Märkten sehr stark ist. Gerade hier haben wir zuletzt viel investiert in neue Mitarbeiter und Ressourcen – auch als Signal an die Kunden, dass wir langfristig denken und handeln.

Wo sehen Sie besondere Stärken?

Wir haben Premiumprodukte und die Kunden wissen das. So erlaubt etwa die Systemtechnik in unseren Maschinen sehr schnelle und umfassende Diagnosen. Wir haben ein starkes Netzwerk mit sehr guten Mitarbeitern in Technik, Verkauf und Organisation. Viele davon sind schon lange im Unternehmen, kennen den Markt und haben enge, teils persönliche Bindungen zu ihren Kunden. Unsere Stärke ist die Mischung aus guten Produkten, guten Leuten, einer starken Organisationsstruktur und guten Services am Aftermarket.

Welchen Stellenwert hat für JLG speziell der deutsche Markt?

Deutschland ist für JLG ein bisschen wie eine Glasvitrine. Es gibt viele verschiedene Kundengruppen mit unterschiedlichsten Anforderungen: große überregionale und kleine regionale Vermieter, ein sehr starker Industriemarkt und ein ebenso bedeutendes Landwirtschaftssegment – und alle Produktgruppen sind ziemlich gut und gleichmäßig verteilt. Also ein Referenzmarkt, der künftige Entwicklungen sichtbar macht: Was heute in Deutschland geschieht, wird morgen oder übermorgen auch in Frankreich oder Amerika passieren. Insofern glaube ich, dass Deutschland auch der erste bedeutende Markt für die Hybrid-Technologie ist.

In welchen Feldern gibt es noch Handlungsbedarf, wo liegen in den nächsten Jahren Ihre Prioritäten?

Die Prioritäten sind klar: noch besserer Service, noch bessere Kundenbetreuung und technologisch mehr Hybridprodukte. Und wir sollten unsere Premiumprodukte noch stärker differenzieren in verschiedene Produktfamilien – die Vermietung beispielsweise braucht einfach eine kosteneffiziente Maschine. Wir bauen für Vermieter ja bereits spezielle Produkte wie etwa die ES-Familie im Elektroscherenbereich. Hier soll es neben dem elektrischen in Zukunft auch einen hydraulischen Antrieb geben, so dass die Kunden je nach Bedarf zwischen zwei Modellen – Premium oder Standard – auswählen können. Bei den Telestaplern gibt es das bereits: Die Rental-Spec ist normalerweise nur für Vermieter – einfach zu fahren, einfach in der Wartung und sehr robust.