Schleuse Kriegenbrunn

Baugrubenumschließung im Großformat am Main-Donau-Kanal

Bauer Spezialtiefbau
Bild: Bauer Spezialtiefbau

447 Mio. Euro Netto-Auftragsvolumen, acht Jahre Gesamtbauzeit: Im Süden der mittelfränkischen Stadt Erlangen läuft eine der bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen im gesamten deutschen Binnenwasserbau: der Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn. Er soll den Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal für kommende Generationen sichern. Bauer Spezialtiefbau ist mit den ARGE-Partnern Züblin Spezialtiefbau und Ed. Züblin u.a. für die Herstellung der Baugrubenumschließung verantwortlich – ein Vorhaben, das nicht nur in seiner Dimension, sondern auch in seiner technischen Komplexität beeindruckt.

Herzstück des Projekts ist die Hauptbaugrube mit 330 m Länge sowie einer Breite und Tiefe von jeweils fast 30 m. Zur Sicherung der Baugrube errichten die Spezialtiefbauer eine überschnittene Bohrpfahlwand. Im Kellybohrverfahren werden vollverrohrte Pfähle mit bis zu 2 m Durchmesser und einer Länge bis zu 37 m hergestellt. Dazu kommen Spundwände, Verpressanker und rund 8.000 t Stahlrohrsteifen mit Durchmessern bis 1,40 m zur Aussteifung der Hauptbaugrube.

„Diese Dimensionen sind selbst im Spezialtiefbau außergewöhnlich“, erklärt Bauer-Projektleiter Andreas Hertenberger. „Jeder einzelne Pfahl muss mit höchster Präzision eingebracht werden – nur so können wir die Stabilität der gesamten Baugrube gewährleisten.“ Zum Einsatz kommen unter anderem mehrere Bauer-Drehbohrgeräte der Typen BG 55, BG 45 und BG 39. „Nur durch exakte Planung, digitale Unterstützung und ein starkes Team vor Ort können wir ein Projekt dieser Größenordnung erfolgreich realisieren“, betont Bauer-Bauleiterin Agnes Demharter.