
Teamwork für Cat-Radlader 992 und Muldenkipper 777
Der 106 t schwere Cat-Radlader 992 agiert bei der Firma Märker im schwäbischen Donauries im Zusammenspiel mit der gesamten Maschinenflotte in der Rohstoffgewinnung. Das Unternehmen gewinnt im Schnitt täglich Tausende Tonnen Kalkgestein – pro Jahr macht die Fördermenge weit mehr als 1,6 Mio. t aus.

Besonders dabei: Nach einem Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries vor 15 Mio. Jahren ist das Gestein zerklüftet, weist viele Spalten auf und der Auswurf ist bis heute durchmischt. Das hat weitreichende Folgen für die Qualität und die Eigenschaften des Zements, des Betons und des Kalks von Märker. Und das müssen die Verantwortlichen bei der Gewinnung des Rohmaterials beachten. Zu diesem Zweck hat Märker eine Cat-Raupe D11 im Einsatz, um mithilfe des Reißzahns Kalkgestein mit einer Druck- und Zugbewegung zu lösen und für eine bessere Homogenisierung zu sorgen. Die Durchmischung des Materials beeinflusst auch den Radlader-Einsatz.

Der neue Cat 992 steuert darum verschiedene Ladestellen an und nimmt den Rohstoff mit seiner 13,8 m³ großen Schaufel auf. „Er wechselt immer wieder seine Ladeposition – die Vorgabe macht der Leitstandfahrer aufgrund der Materialzusammensetzung, die permanent vom Brecher aus analysiert wird“, erklärt Karl-Heinz Kurtz, Steinbruchmeister bei Märker und seit 40 Jahren im Betrieb. Knapp 100 t des Materials schlägt der Radlader dann auf den Cat-Muldenkipper 777 um.
Ohne geschultes Personal kein Maximalerfolg
Auch bei den Skw erfolgte ein Gerätewechsel in Form eines knapp 90 t schweren Starrrahmenkippers. In Summe übernehmen drei Geräte der 777-Baureihe den Materialtransport zur Aufgabenstelle. Dabei müssen sie mitunter eine Distanz von bis zu 1 km und eine Steigung bis zu 15 Grad zurücklegen. Beladen werden sie nicht allein vom neuen Cat 992, es gibt von dem Modell noch einen weiteren Vertreter. Dazu kommt ein Hochlöffelbagger im angrenzenden Abbaugebiet Bräunlesberg.

Um Verschleiß zu reduzieren und den Kraftstoffverbrauch zu senken, soll aber nicht nur die Technik unterstützend wirken, sondern auch die Fahrer eingebunden sein. Darum investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Weiterbildung seines Personals. Das gilt insbesondere bei Neuanschaffungen, um die Maschinen produktiv und sicher einzusetzen, aber auch um neue Features anzuwenden. Im Fall des Radladers wurden so Verbesserungen am Antriebsstrang, am Getriebe, an den Achsen und am Endantrieb erreicht, was die Lebensdauer wesentlicher Komponenten erhöht. Das Ladegerät kann dank erhöhter Ausbrechkräfte mehr Durchsatz und Effizienz liefern. Zugleich wird die Ausstattung bestmöglich auf die Einsatzanforderungen abgestimmt.

Zeppelin empfahl, die Schaufel des Cat 992 zu optimieren und riet zu einem verstärkten Seitenschutz sowie zum Zahnsystem Advansys. Was dafür spricht: Zahnhalter und Zahnspitzen fassen konisch ineinander ein. Damit drückt die Zahnspitze so auf den Zahnhalter, dass keine Kräfte auf die Sicherungselemente wirken. Eine weitere Konsequenz der Konstruktion: Es gibt weniger Widerstand beim Eindringen ins Material, was weniger Kraftaufwand erfordert. Außerdem konnte durch den Verzicht auf die bisherige Muldenauskleidung 6 t Gewicht eingespart werden. Auf diese Weise können Nutzer mehr Material pro Ladezyklus bewegen und gleichzeitig den Spritverbrauch pro Tonne Material reduzieren.