Volvo Days 2026

Hands-On-Erlebnisse und Europapremieren bei den Volvo Days 2026

Volvo Days 2026
Auf dem beeindruckenden Testareal neben dem Customer Center im schwedischen Eskilstuna zeigte Volvo CE internationalen Kunden und Partnern den gesamten Juni über sein Portfolio an Baumaschinen. Auch die Nutzfahrzeugsparte lud zu Testfahrten ein. (Bild: Volco CE)

Unter dem Motto „Smarter Solutions. Driven by you“ hat Volvo Construction Equipment den gesamten Juni über die Türen seines Testareals am Kundencenter im schwedischen Eskilstuna für Kunden und Partner geöffnet und dort nichts der grauen Theorie überlassen. Viele der weltweit bereits angekündigten Maschinen zeigte der Hersteller dort erstmals in Europa in Aktion. Wir waren dabei:

„Volvo Days bedeutet für uns, zeigen statt nur erzählen“, sagte Melker Jernberg, Präsident von Volvo CE, zum Auftakt der Veranstaltung für die internationale Presse. Er erklärte, dass das Unternehmen „in einer zunehmend komplexen Welt klare Entscheidungen“ darüber getroffen habe, worauf es sich konzentriere und worin es investiere. „Hier zeigen wir, wie diese Entscheidungen für unsere Kunden konkret wirken, indem wir näher an ihren Prozessen sind, schneller reagieren und unsere Widerstandsfähigkeit in einem unsicheren Umfeld stärken“, so Jernberg. Zu den jüngsten strategischen Schritten gehören bekanntlich die Übernahme des Vertriebspartners Swecon sowie die Entscheidung, das Rokbak-Geschäft einzustellen.

Die vernetzte Baustelle im Blick

Künftig möchte der Hersteller die Themen Elektrifizierung, Spezialanwendungen und digitale Dienste noch stärker miteinander verknüpfen. Nicht mehr nur die einzelne Baumaschine steht dabei im Fokus, sondern die gesamte vernetzte Baustelle. Maschinen, Energieversorgung, digitale Dokumentation, Wartung, Fahrerassistenz und Datenauswertung sollen nahtlos zusammenarbeiten. Mit diesem Ansatz reagiert Volvo CE auf die wachsenden Anforderungen von Bauunternehmen, Rohstoffbetrieben, Kommunen und Flottenbetreibern.

Zu den Neuheiten, die – wie zahlreiche weitere Baumaschinen aus dem Portfolio des Herstellers – präsentiert wurden, zählt der erste vollelektrische Mobilbagger EWR150 Electric, der ab sofort auf den europäischen Märkten verfügbar ist. Die 15- bis 17-t-Maschine bietet die gleiche bewährte Leistung, den gleichen Komfort und die gleiche Zuverlässigkeit wie ihr konventionelles Diesel-Pendant. Der emissionsfrei arbeitende EWR150 Electric ist so konzipiert, dass er selbstständig fahren und auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden kann, ohne einen Transportanhänger zu benötigen. Das prädestiniert ihn laut Hersteller als effiziente und flexible Lösung für eine Vielzahl von Anwendungen, insbesondere in städtischen Umgebungen, in denen geringe Lärmemissionen und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Volvo Days 2026
Einladung zum Testen angenommen: Probefahrt im vollelektrischen Kompakt-Radlader Volvo L25. Die Baumaschine, die bis zu 20 km/h erreicht, ist mit einem 22-kW-Fahrmotor und einem separaten 14-kW-Motor für die Hydraulik ausgestattet und wird im deutschen Werk in Konz bei Trier gefertigt. (Bild: Volvo CE)

Herzstück der Maschine ist ein neues Antriebskonzept. Ein elektrischer Fahrmotor in Kombination mit einem hydraulischen Energierückgewinnungssystem am Ausleger sorgt für lange Betriebszeiten – in der Regel acht bis zehn Stunden, je nach Einsatz – und erhöht gleichzeitig die Energieeffizienz. Um die Flexibilität weiter zu steigern, bietet der EWR150 Electric mehrere Lademöglichkeiten, darunter DC-Schnellladen mit bis zu 150 kW sowie integriertes AC-Laden mit bis zu 22 kW für Standzeiten über Nacht. Im Bereich Elektromobilität feierten außerdem die neuen knickgelenkten Dumper A30 Electric und A40 Electric ihre Premiere. Sie sind laut Hersteller die weltweit ersten batterieelektrisch angetriebenen Serienmodelle ihrer Größenklasse.

Zusätzlich präsentierte Volvo unter anderem die neuen Kurzheck-Raupenbagger ECR255 und ECR355, die speziell für Arbeiten auf engem Raum entwickelt wurden und eine höhere Produktivität mit geringerem Kraftstoffverbrauch verbinden. Im Kompaktsegment gab es außerdem die Kurzheck-Raupenbagger ECR90 und EC65 sowie den Mobilbagger EW65 zu sehen, die zur neuesten Generation der Kompaktbagger gehören. Für besonders anspruchsvolle Materialumschlag- und Ladeeinsätze steht der Schwerlast-Radlader L260 mit Rehandler-Paket und zusätzlichem Kontergewicht bereit. Das Neuheitenprogramm ergänzte nicht zuletzt der Raupenbagger EC560 für schwere Einsätze im Infrastruktur- und Bauwesen sowie in Steinbrüchen und der Zuschlagstoffgewinnung. Ebenfalls zu sehen war der überarbeitete Radlader L90 Electric inklusive Berganfahrhilfe für mehr Sicherheit und Kontrolle an Steigungen. Einen eigenen Bereich widmete der Hersteller erstmals dem Thema Site Solutions und zeigte, wie vernetzte Maschinen und digitale Datenanalysen Baustellenbetreiber und Flottenmanager dabei unterstützen, Effizienz und Maschinenverfügbarkeit zu steigern. Das neu vorgestellte zertifizierbare On-Board-Wiegesystems für Volvo-Radlader ermöglicht laut Hersteller beispielsweise eichfähige Gewichtsmessungen direkt von der Maschine aus.

 

Der EWR150 Electric

Technische Daten auf einen Blick

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Zu den Neuheiten zählt der EWR150 Electric, der ab sofort für europäische Märkte verfügbar ist. (Bild: bd/Thiele)

  • Betriebsgewicht: 16.600 – 17.900 kg
  • Batteriekapazität: 270 kW/h
  • Batteriespannung: 600 V
  • Löffelvolumen: 0,67 m³
  • Hubkraft, entlang Fahrwerk: 5.600 kg
  • … bei Reichweite/Höhe: 6/1,5 m
  • Max. Reichweite: 8.960 mm
  • Max. Grabtiefe: 5.230 mm
  • Ausbrechkraft, ISO (Boost): 108.5 kN
  • Max. Geschwindigkeit: 35 km/h
  • Heckschwenkradius: 1.720 mm
  • Ladeanschluss: CCS2