Messechef Dominik Rese im Interview

„Die Steinexpo 2026 wird praxisnäher denn je“

Die Steinexpo 2026 findet vom 2. bis 5. September erneut in Europas größtem Basaltsteinbruch im nordhessischen Nieder-Ofleiden statt. Vier Tage lang verwandelt sich die Gewinnungsstätte in einen aktiven Messe-Steinbruch. Im Interview sagt Messechef Dominik Rese von der veranstaltenden Firma Geoplan aus Iffezheim, was die Besucher in diesem Jahr erwartet.

Steinexpo
Einmalig: Die Kulisse der alle drei Jahre stattfindenden Messe Steinexpo in Europas größtem Basaltsteinbruch im nordhessischen Nieder-Ofleiden. (Bild: Geoplan GmbH)

Herr Rese, die Live-Demonstrationen gelten als das Herzstück der Messe. Worauf dürfen sich Besucher freuen, nachdem Sie Ihr Konzept nochmals optimiert haben?

Rese: Absolut! Die Live-Demonstrationen sind ein absolutes Kernstück der Steinexpo. Im Jahr 2026 konnten wir viele Aussteller gewinnen, die auf der eigenen Standfläche demonstrieren: So sind an nahezu jeder Ecke des Messegeländes Maschinen und Anlagen hautnah zu erleben. Die Demonstration von Aufbereitungsanlagen befinden sich auf Demo B, die Baumaschinen auf Demo C. Auf Demo A haben wir die Vorführungen in der Allgemein-Demo konzentriert: Besucher dürfen sich auf eine eindrucksvolle Choreografie von über 25 Großmaschinen freuen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der markenübergreifenden und praxisnahen Kombination der verschiedenen Lade- und Transportfahrzeuge. Ergänzend sind in jedem Demolauf sogenannte Sondermaschinen vertreten – also jene, die weder laden noch transportieren. Sie alle stellen ihre besonderen Fähigkeiten und die Belastbarkeit in hartem Basaltgestein unter Beweis.

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Messechef Dominik Rese. (Bild: Geoplan GmbH)

Welchen Mehrwert bietet dieses Konzept den Besuchern und wie können sie ihren Messebesuch optimal nutzen, um möglichst viel zu entdecken?

Der konkrete Mehrwert für den Fachbesucher liegt ganz klar in der Möglichkeit, die verschiedenen Maschinen und Anlagen direkt vor Ort im praxisnahen Einsatz zu sehen und aus der Nähe begutachten und prüfen zu können. Ergänzend bietet die Steinexpo einen exzellenten Überblick über Innovationen und Neuentwicklungen in der mineralischen Rohstoffindustrie. Als definitives Must-See empfehle ich einen Besuch der Allgemein-Demo: Dort lassen sich die Maschinen auch zwischen den Demo-Shows mit den entsprechenden Experten begutachten. Für einen reibungslosen Transfer zu den Anlagen der Aufbereitungstechnik bietet sich der weltweit wohl einzige Lift innerhalb eines aktiven Steinbruches an.

Wie viele Aussteller erwarten Sie? Welche Trends stehen in diesem Jahr im Fokus und welche Antworten liefert die Branche auf aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit?

Mehr als 275 Aussteller sind schon mitten in den Vorbereitungen, um eindrucksvolle Großmaschinen rechtzeitig im Messe-Bruch zu platzieren. Die aktuellen Trends liegen im Großmaschinenbereich ganz klar in der Fahrer- bzw. Bedienerunterstützung. Hier haben wir mit Weiterentwicklungen von automatischen Bremssystemen, Mechanismen zur Verbesserung der Fahrerübersicht, Fernsteuerungssystemen für kritische Einsatzbereiche sowie automatisierten und selbstregulierenden Anlagensteuerungen ein breites Spektrum an Technologien. Diese zahlen stark in die Unterstützung und Entlastung von Fachkräften ein, sorgen somit für attraktivere Arbeitsplätze und steigern die Effizienz durch optimierte Maschinenauslastungen. Im Bereich der Antriebssysteme erleben wir immer neue Technologien zu Elektrifizierung, wobei es ganz klare Unterschiede je nach den Anforderungen des Einsatzbereiches gibt.

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Die Live-Demonstrationen sind ein absolutes Kernstück der Messe. (Bild: Geoplan GmbH)

Welche Chancen ergeben sich für Besucher durch den direkten Austausch mit Herstellern, Anwendern und Entscheidungsträgern vor Ort?

Fachbesucher haben die Möglichkeit, die Spezialisten der jeweiligen Maschinen direkt vor Ort anzutreffen und für ihre Anwendungsfälle individuell optimierte Lösungen zu finden. Zusätzlich ergeben sich durch den direkten Austausch neue Möglichkeiten für Kooperationen, Testmöglichkeiten und sicherlich auch das Entdecken neuer Lösungen, welche bisher noch nicht auf dem Radar der Entscheider waren.

Herr Rese, vielen Dank.

Die Fragen stellte Kerstin Thiele