CK 50 von Komatsu

Exklusive Proberunde mit dem neuen Kompakt-Raupenlader

Mit dem CK 50 kehrt Komatsu in das Produktsegment der Kompaktlader auf Ketten zurück. Fast zeitgleich wurde er auf der Messe Samoter in Verona präsentiert. Allerdings nur als statisches Exponat – wir durften ihn fahren.

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Mit der Einführung des CK 50 befindet sich Komatsu wieder unter den Anbietern von Kompaktraupenladern. Der Hubzylinder des Vertikal-Hubgerüstes ist über eine kraftvolle Hebelmechanik angelenkt; er kann deshalb sehr weit hinten – und entsprechend geschützt – angeordnet werden. (Bild: bd/Bömer)

Anlässlich der Praxistage seiner Tochtergesellschaft AP-Deutschland präsentierte der in Herne ansässige Komatsu-Händler BRR – Baumaschinen Rhein-Ruhr gemeinsam mit der Komatsu-Kompaktmaschinen-Sparte den neuen CK 50 erstmalig in Aktion. Die Maschine wurde in der italienischen Fertigungsstätte von Komatsu entwickelt und wird dort produziert. Kompaktlader haben dort durchaus eine Tradition, denn bereits die Vorläufergesellschaft namens FAI S.p.A. konnte mit ihren „Panda“-Modellen eine komplette Baureihe anbieten.

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Das starre Laufwerk mit den Dreiflansch-Laufrollen sorgt für Stabilität auch bei schweren Anbaugeräten. Die Schläuche zum Fahrantrieb wirken ein wenig schutzlos, hierfür ist jedoch eine Abdeckung lieferbar. (Bild: bd/Bömer)

Der CK 50 hat ein Betriebsgewicht von 5,3 t und verfährt in der Schaufel eine Nutzlast von gut 1,6 t. Mit einer Leistung von 53,7 kW (73 PS) kommt der Stufe-V-Dieselmotor noch ohne die Verwendung von AdBlue aus. Einen recht ungewöhnlichen Weg haben die Konstrukteure bei der Gestaltung des Vertikal-Hubgerüsts gewählt. Auf den ersten Blick scheint es so, als seien die Hubzylinder an einer ungünstigen Position bezüglich der Krafteinleitung angelenkt worden. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch schnell klar, dass sie über den Hebelarm des vorderen Parallellenkers ihre volle Kraft entfalten können. Diese kinematische Lösung erlaubt es, die Zylinder vergleichsweise weit hinten an der Maschine senkrecht stehend anzuordnen, wodurch ein Schmutzeintrag über das Laufwerk weitgehend ausgeschlossen ist. Sollte trotz allem einmal etwas herabfallen, schützt eine Gummiabdeckung den Schacht, in dem die Zylinder sitzen – vorbildlich!

Durchdacht bis ins Detail

Durch den oberseitig leicht angeschrägten Rahmen des Fahrwerks wird dessen Reinigung erleichtert. Die offen liegenden Hydraulikleitungen zum Fahrmotor wirken ein wenig verletzlich, jedoch gibt es hierfür eine Abdeckung, die bei dem Prototypen noch fehlte. Zum Öffnen schwingt die Kabinentür unter das Dach. Diese Lösung wird von vielen Anwendern geschätzt, da Kollisionen mit dem Hubgerüst bauartbedingt ausgeschlossen sind und die Tür somit in jeder Lage geöffnet werden kann. Da bei dieser Anordnung bauartbedingt kein größeres Display in der oberen Ecke platziert werden kann, hat Komatsu ein sehr unkonventionelles Setup gewählt: Der 5-Zoll-Touchscreen ist in den seitlich abklappbaren Sicherheitsbügel integriert. Dass damit auch das Bild der Rückfahrkamera direkt vor dem Bauch des Fahrers erscheint, ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig.

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Wir konnten die Maschine sowohl mit einer Standardschaufel als auch mit dem AP-Anbaugrader mit 3D-Steuerung fahren. Besonders bei dessen Einsatz ist das starr montierte Laufwerk von Vorteil, da es für die nötige Stabilität sorgt. Die Bedienung des Graders erfolgt über ein AP-eigenes Bedienpult; mittelfristig ist jedoch geplant, dies in die elektro-hydraulische Steuerung der Maschine zu integrieren. Ausreichend Tasten und Rollen wären dafür auf den werksseitig montierten Joysticks jedenfalls vorhanden. Fährt die Maschine, wie bei unserem Test, im 3D-Automatik-Modus, folgt die Schar ohne Zutun des Bedieners dem hinterlegten Geländemodell – sehr beeindruckend! Auf dem Natursteinschotter der Demo-Fläche fand das Standard-Profil der Gummiketten ausreichend Grip und schob die Schar des vollwertigen Graders souverän durch das Material. Ist jedoch häufiger mit feinkörnigem und losem Untergrund zu rechnen, empfiehlt sich für solche Einsätze eine Kette mit feineren Quer-Rippen.

Der CK 50 machte bei dem kurzen Probeeinsatz eine gute Figur. Er würde zweifellos auch noch eine etwas größere Schaufel – mit längerem Boden – ohne Probleme beherrschen. Wie für eine moderne Baumaschine angemessen, liegt das Geräuschniveau auf einem erträglichen Level. Für bloße Load-and-Carry-Einsätze ist die Maschine fast zu schade, denn mit ihren bis zu 140 l/min im Zusatzkreis und dem Tool-Control-System empfiehlt sie sich auch für den Einsatz mit anspruchsvollen Anbaugeräten.