MiC 4.0, KI und durchgängige Digitalisierung im Fokus

Mit seinem Konzept aus Fachwissen, Live-Erlebnis und persönlichem Austausch hat sich der MTS-Innovationstag laut Veranstalter als Branchentreff für alle etabliert, die den Tief- und Straßenbau künftig digitaler, automatisierter und produktiver gestalten wollen.
Dementsprechend standen Fragen wie diese im Mittelpunkt: Wie lassen sich Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategien miteinander verknüpfen? Welche Rolle spielen gemeinsame Standards dabei? Und welches Potenzial eröffnet sich dadurch schon heute für die Baustelle von morgen? Antworten darauf lieferten eine Podiumsdiskussion, zehn Fachvorträge und ein 5.000 Quadratmeter großer Live-Parcours. Alle Formate schlugen den Bogen von strategischen Fragestellungen über konkrete Lösungsansätze bis hin zur praktischen Anwendung. Wie entscheidend dabei nicht nur das Zusammenspiel der Technologien, sondern auch der Schulterschluss aller am Bauprozess Beteiligten ist, zeigten die Gespräche und die Podiumsdiskussion.
Ein Standard für alle Anwender
Unter dem Titel „MiC 4.0 – Machines in Construction: Der Standard für die Zukunft“ kamen Vertreter von MTS, Machines in Construction (MiC 4.0), REIF Bauholding, Vemcon, VDBUM und Liebherr zu Wort. Der Tenor: Die zunehmende Digitalisierung im Tiefbau erfordert, dass Maschinen und Anbaugeräte unterschiedlicher Hersteller zuverlässig miteinander kommunizieren und Daten austauschen können. Gemeinsame Standards wie MiC 4.0 schaffen dafür die notwendige technische Grundlage und fördern die herstellerübergreifende Zusammenarbeit. Davon profitieren vor allem die Anwender: Fehlbedienungen und Überlastungen lassen sich vermeiden, Gerätekombinationen optimieren und Arbeitsabläufe vereinfachen. MiC 4.0 ist somit ein wichtiger Schlüssel für mehr Sicherheit und Effizienz sowie für die weitere Automatisierung im Tiefbau.
Live-Parcours mit acht Themenstationen
Auf dem 5.000 m² großen Live-Parcours erlebten die Besucher an acht Themenstationen Automatisierungs- und Digitalisierungstechnologien im praktischen Einsatz. Auf besonderes Interesse stießen dabei laut Veranstalter die neuen MTS-Innovationen wie der LaserX, der Leitungszonenverdichter LZV Control, der Tiltrotator TR16 sowie die Lösungen rund um Navi 4.0 und MiC 4.0. Anklang fand demnach auch die MTS-Rail-Station. Auf einem 30 m langen Gleiskörper wurden dort Rail-Lösungen des Anbieters mit einem Zweiwegebagger unter realitätsnahen Bedingungen vorgeführt.
Zu den vom Veranstalter veröffentlichten Teilnehmerstimmen zählt auch die von Christian Steinlein von der BIV Bau- und Industriegeräte Vertriebs GmbH. Er sagte: „Mein Hauptinteresse galt MiC 4.0. Ich wollte erfahren, wie weit die Entwicklung dieses Standards inzwischen fortgeschritten ist und welche Möglichkeiten sich daraus für unsere Kunden ergeben. Der MTS-Innovationstag hat mir dazu viele Antworten geliefert und noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie weit voraus MTS diesbezüglich bereits ist und welches Potenzial in diesem Standard steckt: Wenn Bagger und Anbaugeräte miteinander kommunizieren, lassen sich Fehlbedienungen und Überlastungen vermeiden, die passende Gerätekombination sicherstellen und Arbeitsabläufe deutlich vereinfachen. Nur liegt bis zur herstellerübergreifenden Umsetzung eben noch ein gutes Stück Weg vor uns.“