Gistrong-Technologie

Baugrundverbesserung statt Bodenaustausch

(Bilder: Gistex)
Beim Neubau einer Wohnanlage mit Pflegeschule auf einer Tiefgarage in Klingenberg verfestigten die Experten von Gistex den Boden mit Gistong Plus. (Bilder: Gistex)

Im Tiefbau gewinnt die Baugrundverbesserung des vorhandenen Bodens zunehmend an Bedeutung. Die Firma Gistex aus Erbach im Odenwald setzt hierfür auf die Gistrong-Technologie. Das Verfahren ermöglicht es, Böden direkt vor Ort zu verbessern und tragfähig zu machen, ohne den Untergrund vollständig auszutauschen.

In jüngster Zeit wurde das Verfahren in Frankfurt auf einer Fläche von rund 3.500 m² für den Bau eines Wohn- und Geschäftsgebäudes eingesetzt. Ein weiteres Projekt war der Bau einer Wohnanlage mit 42 Wohneinheiten und Pflegeschule im bayerischen Klingenberg. Nach Angaben des Unternehmens konnte der Baugrund in beiden Fällen innerhalb weniger Tage für die weitere Nutzung tragfähig gemacht werden. Im Vergleich zum klassischen Bodenaustausch können durch die In-situ-Bodenverbesserung Erdarbeiten, Abtransporte und Deponiekosten reduziert beziehungsweise vermieden werden. Damit lässt sich auch der erforderliche Lkw-Verkehr verringern.

Das bietet aus wirtschaftlicher Sicht Vorteile und ist insbesondere bei innerstädtischen Bauvorhaben relevant, bei denen begrenzte Flächen und ein hohes Verkehrsaufkommen die Bauabwicklung erschweren. Die Gistrong-Technologie ist nach Unternehmensangaben für Anwendungen vorgesehen, bei denen dauerhaft tragfähige und stabile Böden erforderlich sind. Dazu zählen unter anderem Baugrundverbesserungen für Wohn- und Industriegebäude sowie für Straßen und sonstige Industrie- und Verkehrsflächen. Ziel des Verfahrens ist es, die vorhandene Bodensubstanz weitgehend zu nutzen, anstatt sie vollständig auszutauschen.

Wie die Bodenstabilisierung auf einer Baustelle in Frankfurt funktionierte, zeigt das Video: