Wattro

Digitale Werkzeugverwaltung mit Funktechnik

Bild: Wattro/AntonTrojosky
Pius Warken lernt einen Azubi im Handwerksbetrieb mit dem Wattro-System an. (Bild: Wattro/AntonTrojosky)

Mittelständische Handwerksbetriebe leiden derzeit weniger unter fehlenden Aufträgen als unter Fachkräftemangel und ineffizienten Arbeitsabläufen. Hier setzt das Heidelberger Technologieunternehmen Wattro an und entwickelt digitale Lösungen, die bestehende Teams entlasten und Arbeitsprozesse effizienter gestalten sollen. Die Wattro GmbH wurde 2019 von Pius Warken, Anton Trojosky, Julius Henn und Bastian Boger gegründet – mit dem Ziel, die Werkzeugverwaltung im Bauhandwerk zu digitalisieren. Kern der Lösung ist ein System, das Werkzeuge im Vorbeigehen automatisch erkennt.

In Kombination mit einer cloudbasierten Software ermöglicht es die lückenlose Erfassung, Standortbestimmung und Zuordnung von Werkzeugen, Maschinen und Fahrzeugen. Dadurch lassen sich Suchzeiten reduzieren, Werkzeugverluste vermeiden und Arbeitsabläufe vom Lager bis zur Baustelle transparenter gestalten. Ein zentrales Terminal am Lagerausgang erfasst die vorbeigetragenen Werkzeuge mithilfe batterieloser RFID-Funklabels automatisch. Wird ein Gerät nicht ordnungsgemäß erfasst, erinnert ein akustisches Signal daran. So wird jede Mitnahme in der Software dokumentiert und dem jeweiligen Mitarbeiter zugeordnet. Nutzer können per Smartphone jederzeit nachvollziehen, welches Werkzeug sich an welchem Einsatzort befindet. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich dadurch jährlich rund 35 Stunden Suchzeit pro Mitarbeiter einsparen.