Praxistage bei AP Deutschland 

Digitales zum Anfassen und eine Europapremiere

Praxistage AP Deutschland
Mit dem AP-Schlepperhobel können wassergebundene Decken zügig aufgerissen und neu profiliert werden. Die Steuerung erfolgt entweder manuell, wie hier per Laserempfänger oder durch ein 3D-System. (Bild: bd/Bömer)

Geballte Informationen zu den Themen Digitalisierung, Vermessung, Maschinensteuerung und Feinplanie-Erstellung standen bei den zweitägigen Praxistagen von AP Deutschland im Fokus. Dazu gab es Fachvorträge sowie Vorführungen auf der hauseigenen Demofläche – inklusive einer Europapremiere.

Im Terminkalender vieler Kunden und Partner haben die jährlichen Praxistage der AP Deutschland in Herne mittlerweile ihren festen Platz. Digitale Lösungen sind eben kein 20-t-Bagger, dessen Arbeitsweise jedem Fachmann hinlänglich bekannt ist. Hier bedarf es der anschaulichen Erläuterung in Verbindung mit Praxisdemonstrationen.

Anhand von Baustellenbeispielen zeigte sich, dass die Digitalisierung längst in den Unternehmen angekommen ist, was auch die fachkundigen Rückfragen aus dem Publikum untermauerten. Ein besonders anspruchsvolles Projekt hat das gastgebende Unternehmen im März dieses Jahres als Dienstleister betreut. Bei der Sanierung der Fraport Centerbahn erneuerten die Spezialisten in sechs Tagen rund 76.000 m² der Binder- und Deckschicht. Zunächst erfasste das AP-Team den Ist-Zustand mit seinem LiDAR-Scanner-Fahrzeug, das mit dem aktuellen Topcon RD-M2 ausgerüstet ist. Aus diesen Massendaten erstellten die Experten anschließend ein 3D-Modell für die vier eingesetzten Großfräsen. Letztere stattete AP Deutschland eigens für dieses Projekt mit einer Topcon-Maschinensteuerung aus.

Praxistage AP Deutschland
AP-Deutschland-Geschäftsführer Marc Landwehr präsentiert den brandneuen Komatsu-Kompaktraupenlader CK 50 samt AP-Anbaugrader mit 3D-Steuerung. (Bild: bd/Bömer)

Live: 3D-fähige Vorsatzgrader und Plattenverdichter

Während der Praxistage hatten Besucher die Möglichkeit, sämtliche Topcon-Neuheiten aus den Bereichen Scanning und Baggersteuerungen kennenzulernen. Ebenso gab es Drohnenflüge mit dem DJI-Dock-3-System, und Dataflor präsentierte seine Landsketch-Software zur Baustellenvisualisierung sowie zur Erstellung von Geländemodellen aus Punktewolken. Gut zu wissen: Sobald ein Smartphone mit dem Vidoc-Scanner von Vigram ausgestattet ist, können Baustellenaufmaße quasi im Vorübergehen erstellt werden. Da Auftraggeber zunehmend solche smarten Lösungen auch als Abrechnungsgrundlage akzeptieren, sparen solch einfache Tools enorm viel Zeit ein. Gleiches gilt auch für den Tyker-Robot-Plotter. Während er in Minutenschnelle komplexe Formationen auf dem Boden mit Sprühfarbe markierte, dürfte mancher Praktiker an die vielen Stunden gedacht haben, in denen er sich samt Papierplan, Bandmaß, Fluchtstäben, Sprühdose und Helfer mühsam durchs Gelände gearbeitet hat.

Praxistage AP Deutschland
Die Schulungsräume samt Demo-Fläche der hauseigenen iAcademy eignen sich hervorragend für praxisnahe Vorführungen. Im Vordergrund das AP-Messfahrzeug mit dem Topcon RD-M2 Scanner. (Bild: bd/Bömer)

Die namensgebenden Produkte der niederländischen AP Machinebouw B.V. kamen insbesondere bei den praktischen Vorführungen auf der Demofläche zum Zuge. Es wurden 3D-fähige Vorsatzgrader und Powerblades sowie Schlepperhobel und Plattenverdichter im Einsatz gezeigt. Nicht zuletzt stand noch eine echte Europapremiere auf dem Programm: der neue Komatsu-Raupenkompaktlader CK50, vorgeführt mit einem AP-Anbaugrader. Diese Maschine ist uns allerdings einen eigenen Bericht wert, der in der bd-Baumaschinendienst-Ausgabe 9 erscheinen wird.