Radlader

Eine Maschinen-Evolution

Case-Radlader G-Serie
Die neuen Funktionen der Case-Radlader G-Serie Evolution basiert auf direktem Feedback von Kunden und Händlern – von den Reifen über die Schaufel bis zum Motor und den Bedienelementen – und soll mit deutlich mehr Produktivität, Rentabilität und Zuverlässigkeit verbunden sein. (Bilder: Case)

Die neuen Evolution-Radlader der G-Serie von Case versprechen eine verbesserte Leistung und Produktivität sowie eine bessere Feinsteuerung. Der Fahrer bekommt einen genaueren Einblick in die Leistungsparameter der Maschine und ihrer Potentiale – mit positiven Effekten für die Profitabilität.

Die Summe der einzelnen Verbesserungen an den Radladern könne die Produktivität und Effizienz erheblich steigern, betont Egidio Galano, Direktor des Product-Management bei Case Construction Equipment Europa. „Die für den Einsatz unter extremen Arbeitsbedingungen konzipierten Radlader sorgen für eine optimale Leistung durch eine einfachere und komfortable Bedienung und schnellere Arbeitsspiele bei gleichzeitig höherer Rentabilität durch längere Einsatzzeiten.“

Bei der Entwicklung des neuen Wiegesystems ging es beispielsweise um mehr Zuverlässigkeit und Zeitersparnis. Die Anzeige wurde direkt ins Hauptdisplay der Maschine integriert und zeigt u.a. die Schaufelnutzlast, die Anzahl der Ladevorgänge, das kumulierte Gewicht und die Auftragsdaten an. So kann der Maschinenführer jeden Lkw präzise beladen und Unter- bzw. Überlastsituationen vermeiden, da jede Schaufel genau gewogen wird. Das Gesamtgewicht wird dabei präzise erfasst. Das integrierte Wiegesystem erleichtert dem Fahrer die Überwachung der geladenen Gesamtmenge, einschließlich des über einen bestimmten Zeitraum bewegten Gesamtvolumens, der Ladehistorie sortiert nach Kunden, Auftrags-Ticket oder Materialarten. Alle Daten werden in einer umfassenden Ticket-Historie bereitgestellt.

Serienmäßig für drei Jahre enthalten bei der G-Series Evolution: Case-Site-Connect sowie die Site-Watch-Telematik zur Erfassung wichtiger Informationen über Leistung und Standort der Maschine und schneller Bereitstellung dieser Daten. Das mit einem neuen Dashboard für intuitive Navigation ausgestattete Site-Watch ermöglicht per Fernzugriff eine klare Identifizierung von Problemen, ohne die physische Anwesenheit des Fahrers oder Flottenmanagers. Die Radlader verfügen zudem über eine neue integrierte Nutzlastwaage, sodass der Fahrer jede einzelne Schaufelladung ablesen und protokollieren kann. Bei Einstellung der Soll-Last für einen Lkw zeigt das System an, wenn die letzte Schaufel die Soll-Last überschritten hat. Dann kann der Tip-off-Modus aktiviert werden, mit dem der Fahrer das Material in der Schaufel teilweise entladen kann, bis die Soll-Last erreicht ist. “So wird keine unproduktive Zeit mehr mit langwierigen Lade- und Wiegevorgängen vergeudet“, sagt Galano.

integrierten Wiegesystem
Mit dem integrierten Wiegesystem lässt sich jeder Lkw präzise beladen. Unter- und Überlast werden vermeiden, da jede Schaufel genau gewogen und das Gesamtgewicht präzise erfasst wird.

Ein ebenfalls neues Touchscreen-Display ermöglicht wie ein Tablet den Zugriff auf alle wichtigen Maschineneinstellungen und Betriebsdaten, sodass der Fahrer schneller auf plötzlich eintretende Betriebsbedingungen reagieren kann. Dazu gehören innovative elektrohydraulische Steuerungen, womit man das Ansprechverhalten von Hub (Ausleger) und Neigung (Schaufel) unabhängig voneinander einstellen kann, um es an die Präferenzen des Fahrers und die Ladesituation anzupassen. Jede Funktion kann separat eingestellt werden, wobei zwischen drei Reaktionsmodi gewählt werden kann: weich, moderat und dynamisch. Das Motorleistungsmanagement wiederum vereinfachen zwei neue Betriebsmodi: smart und max. Der Max-Modus bietet bei harten Einsatzbedingungen maximale Motorleistung, während der Smart-Modus durch eine verbesserte Kommunikation zwischen Motor und Getriebe ein komfortables Arbeiten bei hoher Leistung und guter Kraftstoffeffizienz bietet.

Bei allen Auslegerkonfigurationen kann der Fahrer weiterhin auf neue Parallelhubfunktionen zugreifen, die durch die automatische Beibehaltung des Winkels und der Ausrichtung der Schaufel oder der Gabelzinken die Materialrückhaltung optimiert und somit einen reibungslosen Ladevorgang unterstützt. Und über drei neue farbcodierte, konfigurierbare Tasten an der rechten Armlehne kann er schnell reagieren und auf Maschineneinstellungen zugreifen, ohne die Hand vom Joystick zu nehmen. Die Einstellungen werden vom Fahrer festgelegt und umfassen Funktionen wie etwa die komplette Wiegesteuerung, Rückfahrkamera, Differentialsperre oder Beleuchtung.

„Dank verbesserter Ferndiagnosefunktionen und der Möglichkeit zur Softwareaktualisierung und Behebung inaktiver Fehler per Fernzugriff werden sich die Ausfallzeiten erheblich verkürzen“, führt Egidio Galano weiter aus. Diese Technologie werde durch ein auf der Maschine installiertes telematikfähiges 4G-Site-Connect-Modem unterstützt, auf das über die neue Site-Manager-App zugegriffen werden kann. Site-Connect ermöglicht eine Zwei-Wege-Kommunikation zwischen den Maschinen und den Case-Händlern, die eine Ferndiagnose durchführen und den Maschinenführer im Problemfall umfassend beraten können, ohne selbst vor Ort zu sein. Wenn ein potenzielles Problem erkannt wird, erhält der Händler eine Warnung mit spezifischen Empfehlungen und Maßnahmen zur Behebung der Störungen, bevor sie zum Problem werden.

Durch verlängerte Serviceintervalle von 500 bis 1000+ Stunden können die Gesamtwartungskosten im Vergleich zur aktuellen Radlader-Reihe laut Case um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus gibt es mit dem frisch implementierten Case-Care ein standardisiertes geplantes Wartungsprogramm mit Originalteilen und -schmierstoffen sowie die Garantieerweiterung Case-Protect. Und ein ebenso neues Reifendruck-Überwachungssystem mit Sensoren am Ventilschaft jedes Reifens  sowie einem Empfängermodul überträgt den Druck für jeden Reifen auf das Display und warnt den Fahrer, wenn der Reifendruck außerhalb eines festgelegten Bereichs liegt.