Goldhofer

Elektrisches Powerpack erstmals im Schwerlasteinsatz

(Bild: Goldhofer)
Schwerlastpremiere: Goldhofer E-Powerpack bewegt zum ersten Mal auf europäischem Boden (Bild: Goldhofer)

Mit dem erstmaligen Einsatz eines vollelektrischen E-Powerpacks in Berlin hat Goldhofer eigenen Angaben zufolge einen Meilenstein im Schwerlasttransport erreicht. Auf dem Gelände der Behala wurde eine rund 430 t schwere Gasturbine von Siemens Energy über die Ro-Ro-Rampe bewegt. Und damit den Angaben zufolge erstmals auf dem europäischen Festland mit der elektrischen Antriebseinheit.

Der innerstädtische Transport von Gasturbinen stellt hohe Anforderungen an Logistik, Sicherheit sowie an Lärm- und Emissionsreduzierung. Nach Angaben der Beteiligten erfüllt das E-Powerpack die gleichen Leistungsanforderungen wie konventionelle Antriebseinheiten und eignet sich insbesondere für Schwerlasttransporte in urbanen und emissionssensiblen Bereichen. Laut Behala konnte der Transport lokal emissionsfrei und mit deutlich reduzierter Geräuschentwicklung durchgeführt werden, ohne Einbußen bei Leistung oder Bedienbarkeit.

Wie Goldhofer mitteilt, basiert das E-Powerpack auf Erfahrungen aus der Entwicklung elektrischer Flugzeugschlepper. Die Antriebseinheit verfügt über eine Leistung von rund 340 PS sowie eine neue Systemarchitektur, energieoptimierte Steuerung und Telemetrieanbindung über das Goldhofer-System namens Link. Ergänzt wird das Konzept durch eine Funkfernsteuerung, eine Seitenneigungsanzeige und ein digitales Bedienkonzept. Für Goldhofer gilt der Berliner Einsatz als Nachweis der Serienreife der elektrischen Lösung. Das Unternehmen sieht insbesondere bei Schwerlasttransporten auf Werksgeländen, in Städten und in anderen emissionssensiblen Bereichen wachsendes Potenzial für elektrische Antriebssysteme.