Speziallieferung für Kühtai 2

Felbermayr und Goldhofer meistern XXL-Transport

Goldhofer, Felbermayr
Enorme Steigungen auf dem Weg auf mehr als 2.000 m Höhe: Kein Problem mit Unterstützung durch den Goldhofer Addrive. (Bild: Markus Völter)

Für den Transport von insgesamt zwei 140 t schweren Transformatoren für das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 ins hochalpine Gelände war eine Lösung gefragt, die sowohl maximale Flexibilität als auch enorme Zugkraft bietet. Ein Erfolgsfaktor dabei war die universell kombinierbare Goldhofer FT Series.

Der 140 t schwere Transformator erreichte zunächst per Bahn das Zwischenziel Zirl. Dort verluden die Spezialisten von Felbermayr die Fracht auf eine Schwerlast-Modul-Kombination. Konkret setzten sie auf eine 15-achsige Kombination: Vorne ein 6-achsiger Selbstfahrer Addrive und ein 2-Achser der FT Series (Typ THP/FT-L), hinten eine 3+4-Kombination derselben Serie. Dazwischen trug eine Scherenhubbrücke den Transformator, montiert über eine Drehschemel-Einrichtung. Ergänzt wurde das Setup durch eine Zugmaschine und eine Schubmaschine – unverzichtbar für die steilen Passagen der Bergstrecke.

Goldhofer, Felbermayr
Der 55 m Gesamtzug musste herausfordernde Passagen bewältigen. (Bild: Markus Völter)

Maximal anpassungsfähig

Entscheidend zum erfolgreichen Transport trug die Goldhofer FT Series bei, dank maximaler Flexibilität und universeller Kombinierbarkeit. „Gerade bei komplexen Projekten wie diesem ist die Fähigkeit, Module flexibel zu konfigurieren und sogar mit Selbstfahrern wie dem Addrive zu kombinieren, ein entscheidender Vorteil“, erklärt Erwin Uebel, Servicemonteur bei Goldhofer, der den Transport vor Ort begleitete. Die Höhenunterschiede zwischen den Modulen seien kein Problem, denn die FT Series ist nach Aussage des Experten darauf ausgelegt, maximale Anpassungsfähigkeit zu bieten.

Im Zielbereich führten enge Tunnel- und Kavernen-Abschnitte das konventionelle Kombinationsmodul an seine Grenzen. Millimetergenaue Navigation war nötig, um das Gewicht sicher auszuliefern. Auch der Addrive spielte seine Stärken aus: Als Hybridlösung kann er sowohl gezogen als auch als Selbstfahrer eingesetzt werden. Insbesondere für die letzten Kilometer zu der auf mehr als 2.000 m hoch gelegenen Baustelle musste die zirka 55 m lange Kombination enorme Steigungen von weit mehr als 16 % überwinden. „Auf den steilen Abschnitten war die zusätzliche Power des Addrive Gold wert“, sagt Uebel. Die Kombination aus Zugmaschinenunterstützung und gezogenem Modul innerhalb des Gesamtzuges macht ihn nach Ansicht des Fachmanns zur idealen Lösung für anspruchsvolle Topografie.

Goldhofer, Felbermayr
Millimeterarbeit in den engen Tunneln: Profis von Felbermayr am Werk. (Bild: Markus Völter)

 

Standpunkt

Ingo Müller, Technischer Projektleiter bei Felbermayr

„Ohne die Unterstützung von Goldhofer und die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte wäre dieser Transport erheblich schwerer zu realisieren gewesen. Die Kombination aus der geballten Erfahrung unserer beiden Unternehmen, innovativer Technik und perfektem Service hat den Unterschied gemacht.“