
Ian Hume über Trends bei Raupenarbeitsbühnen

bd: Der Bedarf an Raupen-Teleskoparbeitsbühnen für Bauprojekte ist weltweit hoch. Welche Features sind bei Nutzern besonders gefragt?
Hume: Besonders gefragt sind Maschinen, die ein Höchstmaß an Vielseitigkeit und Transportierbarkeit sowie einen emissionsarmen Betrieb bieten. Innerhalb des JLG-Portfolios steht Hinowa für leichte Raupenarbeitsbühnen, die auch bei eingeschränkten Zugängen präzises Arbeiten ermöglichen. Eine aktuelle Neuerung ist ein Lasthaken für die Hinowa Lightlift 20.10. Er ersetzt den Arbeitskorb und verwandelt die Bühne in einen kompakten Kran für Materialtransporte mit einer Tragfähigkeit von 230 kg. Dank des Schnellwechselsystems kann die Maschine auf der Baustelle schnell zwischen dem Einsatz als Arbeitsbühne und dem Materialtransport umgerüstet werden. Das steigert die Auslastung und reduziert den Bedarf an zusätzlichen Geräten.

Gibt es einen weiteren Trend?
Ja, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Bi-Energy- und vollelektrischen Modellen. Die Bi-Energy-Versionen kombinieren Lithium-Ionen-Batterie und Dieselantrieb und ermöglichen einen emissionsfreien Betrieb im Innenbereich sowie leistungsstarke Einsätze im Außenbereich. Hinowa zählt zu den Vorreitern der Lithium-Ionen-Technologie und bietet seit 2008 entsprechende Lösungen an.
Inwiefern spiegeln diese Produkte aktuelle Markttrends wider?
Die Entwicklungen folgen den zentralen Marktanforderungen: Vielseitigkeit, Nachhaltigkeit, Effizienz und hohe Wirtschaftlichkeit. Vermieter und Anwender suchen Maschinen, die leicht transportierbar, einfach zu bedienen und für unterschiedliche Aufgaben geeignet sind. Auch größere Arbeitshöhen zwischen 33 und 40 Metern werden stärker nachgefragt. Gleichzeitig bleiben kompakte Bauweise, geringes Gewicht und hohe Manövrierfähigkeit wichtige Vorteile. Eigenschaften wie nicht markierende Ketten, geringer Bodendruck und automatische Nivellierung erweitern die Einsatzmöglichkeiten auf empfindlichen Böden und in schwierigem Gelände.
Herr Hume, vielen Dank.
Die Fragen stellte Kerstin Thiele.

