
Kobelco SK520LC-11E verstärkt die Abbauflotte

Im Kies- und Betonwerk der Alluvia AG in Oberwangen im Kanton Bern setzt das Unternehmen seit Kurzem einen Kobelco SK520LC-11E für die Gewinnung und den Aufschluss neuer Abbauzonen ein – geliefert und betreut vom Kobelco-Partner Hand Baumaschinen. Der Händlerstandort in Thörishaus befindet sich nur einen Steinwurf vom Einsatzort entfernt.
Alluvia zählt mit sieben Standorten und über 140 Mitarbeitenden zu den großen Baustoffproduzenten in der Region Bern. Im Kies- und Betonwerk Oberwangen baut das Unternehmen durchschnittlich 200.000 m³ Wandkies pro Jahr ab und produziert bis zu 40.000 m³ Transportbeton. Hinzu kommen die Wiederaufbereitung geeigneter Recyclingmaterialien sowie die Deponierung von Reststoffen und Aushub im Zuge der fortschreitenden Rekultivierung.

Rund sieben Hektar umfasst derzeit die offene Grubenfläche in Oberwangen. Zwei Großbagger bauen den Kies in bis zu 55 m Tiefe ab, der anschließend per 6×6-Muldenkipper in das rund 950 m entfernte Kieswerk gelangt. Um auch bei fortschreitendem Abbau stets einen ausreichenden Puffer für die mehrstufige Aufbereitung mit einer Leistung von 300 t/h zu gewährleisten, entschieden sich die Verantwortlichen um Werksleiter Patric Spycher im vergangenen Jahr für eine maßgebliche Erneuerung der Abbau- und Förderkette: Zwei 41-t-Großdumper beschicken jetzt gemeinsam mit einem 35-t-Bagger das etwa 1.000 m³ fassende Produktionsdepot im Kieswerk mit seinem üblichen Tagesausstoß von rund 1.000 m³.
Mehr Leistung an der Wand
Die Änderung erforderte auch einen Wechsel bei den Abbaugeräten: Seit Juni dieses Jahres ersetzt ein Kobelco SK520LC-11E den bisherigen 40-t-Bagger, der mit einem 2,1-m³-Tieflöffel dem deutlich gestiegenen Umlaufvolumen nicht mehr gewachsen war. Mit einem 3,2-m³-Tieflöffel des Schweizer Herstellers Ullmann arbeitet der 348 kW starke 53-t-Bagger in Standardausführung (Ausleger: 7,00 m / Stiel: 3,45 m) im Abbau an der Seite des bestehenden 75-t-Baggers und wird darüber hinaus regelmäßig in der Abdeckung eingesetzt.
Bis zu 20 m Mächtigkeit erreichen die Schichten aus Mutterboden, minderwertigem Schutt und Nagelfluh. Letztere wird schnell und effizient mit einem 4-t-Hydraulikhammer von Okada gelöst. Den schnellen Werkzeugwechsel – darunter auch eine 3,1-m³-Schwenkschaufel für das präzise Abtragen der ersten Bodenschichten – ermöglicht ein vollhydraulischer Oilquick OQ90-Schnellwechsler, der ebenso am 75-t-Bagger von Alluvia verbaut ist.

„Natürlich spielte die unmittelbare Nachbarschaft zu Hand Baumaschinen als Lieferant und Servicepartner eine Rolle bei unserer Entscheidung für Kobelco“, erklärt Werksleiter Patric Spycher. „Allerdings überzeugten im direkten Vergleich vor allem die hohen Grableistungen, die der 520er gegenüber anderen Baggern in der Klasse von 50 bis 60 t aufweist.“ Tatsächlich liegt der Kobelco SK520LC-11E bei vergleichbarer Reichweite und Grabtiefe bei der Losbrechkraft (max. 321 kN) und Reißkraft (max. 242 kN) durchaus im Bereich des bestehenden 75-t-Baggers.
Für die notwendige Standfestigkeit sorgt das 3.350 mm breite Kettenfahrwerk mit 600er-HD-Bodenplatten. Damit ist der vor knapp zwei Jahren vorgestellte 53-t-Bagger von Kobelco insbesondere für Aufgaben in der Gewinnung prädestiniert. Mit kurzer ME-Ausrüstung eignet er sich zudem für den effizienten Massenaushub.
Erfolgreiche Steinexpo für Kobelco
Auch auf der Steinexpo in Nieder-Ofleiden standen die Kobelco-Großbagger im Fokus der Fachbesucher. Zu den Exponaten am Kobelco-Stand zählte unter anderem ein SK850LC-11 mit 382 kW und je nach Ausrüstung deutlich über 80 t Betriebsgewicht. Damit ist er der schwerste konventionelle Bagger des japanischen Herstellers in Europa.

„Die zurückliegende Steinexpo hat unsere Erwartungen in nahezu allen Punkten übertroffen“, so das Fazit von Hanns Markus Renz, Vertriebsleiter D-A-CH von Kobelco Construction Machinery Europe. „Vom echten ‚Handschlaggeschäft‘ über vertiefende Gespräche mit Bestandskunden bis hin zu vielversprechenden Erstkontakten war wirklich alles dabei.“
Für Kobelco war es der erste eigenständige Auftritt auf der Steinexpo. Laut Renz soll die Messe im Steinbruch künftig einen festen Platz im Messekalender von Kobelco einnehmen. Für die nächste Steinexpo setzt der Vertriebsleiter zudem auf eine starke Beteiligung der eigenen Händlerschaft. Diese soll ihre Kunden zur Messe bringen und mit ihrer genauen Kenntnis der regionalen Märkte den fachlichen Wert der dortigen Kontakte gewährleisten.