
Liebherr vervollständigt neue Generation 8 seiner Dozer-Reihe
Mit der Einführung der Modelle PR 716 bis PR 776 G8 hat Liebherr sein Programm an Planierraupen der neuesten Generation 8 komplettiert. Die Maschinen kombinieren technische Fortschritte mit robuster Zuverlässigkeit und werden im Liebherr-Werk in Telfs, Österreich, produziert. Dort wurden erhebliche Investitionen zur Stärkung der Kapazität und Zukunftsfähigkeit getätigt.

Die Dozer-Baureihe der Generation 8 deckt ein breites Spektrum an Einsatzgewichten und Leistungen ab. So ist die PR 716 G8 mit 13.300 kg Betriebsgewicht ideal für kompaktes, präzises Arbeiten geeignet, während die PR 776 G8 mit einem Gewicht bis zu 73.189 kg und einer Leistung von 565 kW (768 PS) für anspruchsvollste Schwerstarbeiten ausgelegt ist. Alle Modelle haben einen hydrostatischen Fahrantrieb, der für gleichmäßige, präzise Bewegungen sorgt und die Effizienz bei allen Einsatzbedingungen maximiert. Integrierte Assistenzsysteme unterstützen den Fahrer, indem sie die Schaufelpositionierung für eine präzise Planierung automatisch steuern, so Ermüdung verringern und die Produktivität bei langen Arbeitsschichten verbessern. Die Kabinen wurden für hohen Fahrerkomfort konzipiert und verfügen über voll verstellbare, gefederte Sitze, Klimatisierung, große Fenster und intuitive Touchscreen-Displays zur einfachen Steuerung der Funktionen.

Darüber hinaus versprechen die Planierraupen eine optimierte Kraftstoffeffizienz sowie niedrige Emissionen und eignen sich für unterschiedlichste Aufgaben – von großen Erdbewegungen bis zu Feinplanierungen und Hangarbeiten, ob bei städtischen Infrastrukturprojekten oder Bergbauarbeiten, im Straßenbau oder bei Umweltprojekten. Dank robustem Unterwagen, leistungsstarker Motoren und der anpassungsfähigen Schaufelkonfigurationen arbeiten sie problemlos auf verschiedensten Terrains, von weichen Böden und Sand bis zu felsigen Landschaften. Die Modelle 716 und 726 sind besonders effektiv bei Präzisionsaufgaben wie Grabenaushub, Landschaftsbau und Feinplanie. Die 736 und die 746 sind perfekte Überbrückungsmaschinen für anspruchsvollere Baustellen, während die größeren 756 und 776 bei schweren Erdbewegungsarbeiten, im Dammbau und in Steinbrüchen beste Ergebnisse erzielen.
Die GNSS-Bereitschaft und die intelligenten Eco-Modi ermöglichen es dem Fahrer, Aufgaben vollautomatisch und mit hoher Genauigkeit auszuführen und gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus spart der hydrostatische Antriebsstrang bis zu 20 Prozent Kraftstoff im Vergleich zu herkömmlichen Antriebssträngen. Die Verfügbarkeit mehrerer Schaufeltypen, einschließlich 6-Wege-Schaufeln und geraden Schaufeln, sorgt für Flexibilität bei unterschiedlichen Arbeitsanforderungen und Baustellenbedingungen. Die Maschinen sind so konstruiert, dass sie auch unter extremen klimatischen Bedingungen zuverlässig arbeiten – von heißen und trockenen Regionen bis zu kalten und nassen Umgebungen.

Um die Produktion der Generation 8 zu unterstützen, hat Liebherr erheblich in Telfs investiert. Die Modernisierungen umfassen die Erweiterung der Fertigungskapazitäten und Verkürzung der Lieferzeiten, moderne Montagelinien und Einführung energieeffizienter Produktionstechnologien. Insbesondere wurden ein neues Logistikzentrum für rund 35 Mio. Euro und ein neues Verwaltungsgebäude mit neuem Kundenbereich in Betrieb genommen, erhebliche Investitionen flossen zudem in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Intelligente Fertigungsprozesse und Qualitätskontrollsysteme sollen darüber hinaus garantieren, dass jede Maschine der Generation 8 die strengen Standards des Unternehmens für Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung erfüllt. Zugleich bietet das Unternehmen einen umfassenden After-Sales-Support, einschließlich Bedienerschulung, technischem Service und Ersatzteilversorgung.

Seit fast sieben Jahrzehnten hat Liebherr die Planierraupen-Technik maßgeblich vorangetrieben. Das begann 1956 mit der Einführung des hydrostatischen Antriebs, der herkömmliche Getriebe überflüssig machte und einen reibungsloseren Betrieb, geringeren Wartungsaufwand und eine verbesserte Kraftstoffeffizienz ermöglichte. Im Jahr 1992 wurde mit der elektronischen Steuerung Litronic die Präzision und Reaktionsfähigkeit der Maschinen verbessert – Litronic ermöglicht die Überwachung und Einstellung der Maschinenparameter in Echtzeit. Einen Leistungssprung sowie mehr Bedienerkomfort brachte im Jahr 2000 die Generation 4. Dazu kamen 2016 mit der Generation 6 verbesserte Fahrerassistenzsysteme für höhere Planiergenauigkeit und mit dem Modell PR 776 die größte hydrostatische Planierraupe der Welt. Als Krönung der Dozer-Technologie versteht Liebherr schließlich die Einführung der Generation 8 im Jahr 2018, die weitere technische Fortschritte mit robuster Zuverlässigkeit kombiniert.