Hochfeste, höherfeste und ultrahochfeste Stahlwerkstoffe bieten bei leicht erhöhtem Gewicht noch mehr Festigkeit und Verschleißschutz als herkömmliche Stahlsorten. Besonders die Kombination aus Härtegrad und Zähigkeit ist bei Baumaschinen und Anbaugeräten sehr gefragt. Verschlissene Anbaugeräte lassen sich durch eine Regeneration wieder völlig instand setzen. Teilweise sind regenerierte Anbaugeräte sogar leistungsfähiger und verschleißfester als es die Neuware je war.

  • Stahlwerkstoffe schenken Anbaugeräten und Maschinenkomponenten ein zweites Leben
  • Hersteller von Anbaugeräten mit umfassendem Verschleißschutz-Know-how
  • Nach der Regeneration oft leistungsfähiger als das Neuprodukt

Hochfeste, höherfeste und ultrahochfeste Stahlwerkstoffe sind nicht klar definiert. Im Allgemeinen werden Stähle mit einer Mindeststreckgrenze über 360 N /mm² (360 MPa) so bezeichnet, häufig auch erst über 460 MPa. Höherfeste Stähle haben eine Mindeststreckgrenze über 500 MPa, ultrahochfeste (auch als höchstfeste bezeichnet) über 690 MPa. Die Fahrzeugindustrie ist Hauptabnehmer von Stahlhalbzeugen und treibende Kraft für Innovationen. Hochfeste Stahlwerkstoffe werden durch reduzierte Kohlenstoffanteile, bestimmte Legierungsbestandteile oder auch mit speziellen Produktionsverfahren – vor allem beim Walzen – hergestellt. Häufig wird das Werkstoffgefüge, die spezielle Werkstoffcharakteristik erst beim Kunden etwa nach einem Umformvorgang erzielt.

Die Härte von Stahlblechen wird meist in Brinell (HBW oder kurz HB – W steht für das Prüfkugelmaterial Wolframkarbid) angegeben, seltener in Vickershärte (HV) oder Rockwellhärte (HR). Je härter ein Blech an der Oberfläche ist, desto größer ist der Verschleißwiderstand. Gängige Werte für verschleißfeste Sorten sind 400, 450, 500, 550 oder sogar 600 und 700 HB. Verschleiß ist allerdings ein komplexer Vorgang: Je nach Stahlsorte können Kaltverschweißungen und Materialübertrag (sogenanntes Fressen), Beschädigungen durch Riefen, Kratzer und Mulden, Ermüdungsbrüche oder -risse an der Oberfläche durch Zerrüttung und chemische Reaktionen auftreten. Auch konstruktive oder verfahrenstechnische Maßnahmen, beispielsweise Einfallhöhe und -winkel von Schüttgütern in ein Trichterblech, beeinflussen den Verschleiß.

Rädlinger Baggerlöffel, Schaufeln und Reißzähne auf der Steinexpo
+
> zur Galerie

1975 haben Ingenieure des schwedischen Stahlherstellers SSAB (Svenskt Stål) ein bis dato als unlösbar geltendes Problem beseitigt: Die Herstellung von biegbaren Verschleißblechen, die eine einzigartige Kombination aus Härtegrad und Zähigkeit aufweisen – Produktname Hardox. Diese Stahlsorte ermöglicht den Bau von Teilen und Maschinenkomponenten mit leichteren, optimaleren Strukturen bei extremer Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit. Der extreme Widerstand gegen Verschleiß dieser Sorten mit zudem höchsten Zugfestigkeitswerten ermöglicht Produkte mit einer bis zu zehnfach höheren Lebensdauer.