Tracto auf der IFAT

Nachhaltige Lösungen für intakte Infrastrukturen

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Minimaler Eingriff: Das Grundoburst-System erneuert Rohre mit statischer Zugkraft aus einer kompakten Grube. (Bild: Tracto-Technik)

Passend zum diesjährigen IFAT-Motto „Lösungen für eine verantwortungsvolle Zukunft“ präsentiert Tracto nachhaltige Verfahren zur zukunftsfähigen Sanierung unterirdischer Infrastrukturen mittels grabenloser Technologien. Zu den wirtschaftlichen Lösungen, die zugleich den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht werden, zählen neben der Berst-Technologie auch eine neue Einschubeinheit für die Rohr-im-Rohr-Erneuerung im TIP-Verfahren.

Die Sanierung unterirdischer Infrastrukturen zählt zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Studien gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 20 Prozent der Wasser-Infrastruktur sanierungsbedürftig sind; rund 120.000 Netzkilometer müssten kurz- und mittelfristig saniert werden. Beim Abwassernetz sieht es ähnlich aus: An 114.000 km Kanalisation bestehen schwere Schäden. Diese Zahlen verdeutlichen den großen Bedarf an Technik und Know-how für die nachhaltige Instandsetzung der Leitungen.

Grabenlose Verfahren machen Netze für die Zukunft fit

Da Sanierungen im offenen Graben häufig nicht praktikabel sind und Reparaturmaßnahmen meist nur kurzfristige Abhilfe schaffen, bietet die grabenlose Rohrerneuerung laut Tracto eine besonders nachhaltige und ressourcenschonende Lösung. Sie reduziert Zeit-, Ressourcen- und Kostenaufwand und ermöglicht die langfristige Erneuerung schadhafter Netze.

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Im Berst-Verfahren können defekte Leitungen durch größere Durchmesser ersetzt und dabei Versätze ausgeglichen werden, wie hier bei der Erneuerung eines Beton-MW-Kanals DA 700 durch ein PE-Rohr DA 800. (Bild: Tracto-Technik)

Beim Berst-Verfahren entsteht eine neue Leitung innerhalb der bestehenden Trasse mit einer Lebensdauer von bis zu 100 Jahren. Dabei wird die alte Rohrleitung aufgebrochen und radial in das umgebende Erdreich verdrängt, während im gleichen Arbeitsschritt das neue Rohr in den freien Querschnitt wird. Durch den Einzug von Rohren mit größerem Durchmesser kann zudem die hydraulische Leistungsfähigkeit im selben Arbeitsgang erhöht werden. Dies ist insbesondere für bestehende Netze von Bedeutung, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

Das statische Berst-Verfahren eignet sich für die trassengleiche Erneuerung von Leitungen im Nennweitenbereich von DN 50 bis DN 1.200 und kann sowohl über Schächte als auch über Baugruben eingesetzt werden.

Expertenwissen für die Sanierungsbranche

Als Komplettanbieter bündelt Tracto seine Kompetenzen im Pipe Bursting Center (PBC), in dem Technologie, praktische Anwendung und Projektwissen zusammengeführt werden. Die Experten des PBC vermitteln ihr Fachwissen in Form von Vorführungen, Fachvorträgen und Trainings, beraten Bauunternehmen bei der Auswahl geeigneter Verfahren und der Systemauslegung und begleiten bei Bedarf Sanierungsprojekte von der Planung bis zur Umsetzung.

Neue TIP-Einschubeinheit für die Rohr-im-Rohr-Erneuerung

Zur IFAT präsentiert Tracto eine neue Einschubeinheit für die Rohr-im-Rohr-Erneuerung im TIP-Verfahren (Tight-In-Pipe) und erweitert damit sein Portfolio im Bereich der grabenlosen Rohrsanierung.

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Kanalsanierung mit Kurzrohren von Schacht zu Schacht im TIP-Verfahren mit Einschubzylinder in Bochum durch die Firma Dommel Sanierungstechnik, Haltungslänge hier 75 m. (Bild: Tracto-Technik)

Das Funktionsprinzip ist einfach: Von einem Startschacht aus werden neue Rohre mithilfe hydraulischer Zylinder abschnittsweise in das defekte Altrohr eingeschoben. Ein Kalibrierkopf gleicht vorhandene Deformationen aus und stellt während des Einbaus den kreisförmigen Querschnitt wieder her – unabhängig vom geometrischen Zustand des Altrohrs.

Das neue Rohr liegt eng am Altrohr an; der dabei entstehende minimale Ringspalt muss nicht verfüllt werden. Das Ergebnis ist eine statisch selbsttragende, geprüfte Rohrleitung mit hoher Lebensdauer. Das TIP-Verfahren wird von Tracto für Nennweiten von DN 200 bis DN 500 angeboten.

Mehr dazu am Tracto-Messestand C3.529 auf der IFAT 2026.