Illtal-Autobahnbrücke Eppelborn

Stark auf kleinem Fuß

Terex Raupenkran CC 3800-1
Zwischen Bachlauf und Bahngleis verrichtet der Raupenkran CC 3800-1 seine schwere Arbeit an der Illtalbrücke. (Bilder: Terex)

Beim Abriss der alten Illtal-Autobahnbrücke auf der A1 bei Eppelborn mussten mit großem Gerät bei engen Platzverhältnissen schwere Lasten gehoben werden. Die ideale Maschine dafür war der Raupenkran CC 3800-1 mit Split-Tray von Terex.

Eine von einem Bachlauf und einer Eisenbahnstrecke begrenzte Baustelle ohne ausreichend Lagerfläche machten bereits die Anlieferung des Krans zur Herausforderung. „Wir mussten die Teile mit 52 Transporten just-in-time anliefern, um sie dann direkt zu montieren. Erschwerend kam hinzu, dass der Bahnverkehr während der Arbeiten aufrechterhalten bleiben musste“, erklärt René Perlich, Leiter Großkrane bei Steil Kranarbeiten. Sein Team hatte den CC 3800-1 für die anstehenden Hübe mit 72 m SSL1 und 11,5 m Superlift-Radius sowie 225 t Gegengewicht auf dem Kran plus 325 t Superlift-Gegengewicht konfiguriert.

Um die Maschine dann ausreichend standfest auf dem instabilen Boden installieren zu können, musste erst einmal der Uferbereich betoniert werden. Anschließend wurden auf dem Stellplatz des Krans auch noch Bongossi-Schwellen für eine gleichmäßige Druckverteilung verlegt. Und auch bei der Montage von Superlift und Ausleger ging es notgedrungen eher unkonventionell zu: Weil die erforderlichen 36 m für die Superlift-Konstruktion nicht vorhanden waren – es es waren lediglich 20 m Platz –, musste sie Stück für Stück anstatt in einem Stück angesetzt werden. Ebenfalls aus Platzgründen installierten die Monteure den 72 m langen Ausleger über den Bachlauf hinweg.

Gittermastkran mit 345 t schweren Brückensegmenten
+
> zur Galerie

Nachdem der Kran allen Widrigkeiten zum Trotz im vorgesehenen Zeitrahmen hubbereit gerüstet war, teilten die Spezialisten die Brücke zunächst in 7 bis zu 21 m lange und jeweils 12 m breite Segmente. Der CC 3800-1 hob diese nach und nach aus und legte sie in einem Schwenk hinter sich ab. Dort wurden die Brückenteile später zerkleinert und per Lkw abtransportiert. „Als schwerste Last war das Überbauteil 2 mit brutto rund 345 t angegeben“, berichtet Perlich, der den Kran selbst bediente. „Spätestens bei diesem Hub zeigte sich, dass wir mit dem CC 3800-1 absolut richtiglagen. Denn damit hatten wir noch eine Tragfähigkeitsreserve von etwa zehn Prozent.“

Vor allem die Ausstattung des Terex-Krans mit dem teilbaren Superlift-Rahmen Split Tray erwies sich wegen der räumlichen Enge in Eppelborn als vorteilhaft. „Wir haben die schweren Lasten mit extrem weiten Ausladungen bis zu 36 m aufgenommen und sie dann mit einer verringerten Ausladung von 14 m hinter dem Kran abgelegt“, erläutert René Perlich. Der Split Tray ersparte dabei dank der einfachen Abkopplung von nicht mehr benötigtem Gegengewicht enorm viel Zeit. Und auch der Hilfskran wurde nach dem Absolvieren der Hübe nur noch zum Stapeln der Gewichte benötigt.

 

 

Video zum Beitrag