Deckensanierung

Vögele Super 1800-5 X meistert Einsatz am Falkenstein

Knappe Spitzkehren, steile Anstiege und schmale Durchfahrten kennzeichnen die Lebensader zur 1.277 m hoch gelegenen Burgruine Falkenstein im Allgäu. Bei der Deckensanierung der in die Jahre gekommenen Straße zeigte sich, warum der Vögele-Straßenfertiger Super 1800-5 X die richtige Wahl für schwierige Einbauaufgaben ist.

Wirtgen Group, Vögele
Im Allgäu wurde die Serpentinenstraße zu Deutschlands höchster Burgruine Falkenstein mit drei Wirtgen-Group-Maschinen erfolgreich erneuert. Spitzkehren und steile Anstiege kennzeichnen die schmale Straße. (Bild: Wirtgen Group)

Die Baustelle hat sehr viele Raffinessen. Wir haben es mit starkem Gefälle und gleichzeitig sehr engen Kurven zu tun. Das ist eine Herausforderung für den Einbau und die Logistik“, sagt Sascha Böck, Geschäftsführer der beauftragten Firma Josef Böck. Er hat den Einsatz auf der etwas mehr als 2 km langen Straße zur Burgruine, die abschnittsweise nur 3 m breit und schon in die Jahre gekommen ist, akribisch geplant. Für die Mischgutanlieferung konnten wegen der Spitzkehren nur Dreiachser-Lkw eingesetzt werden. Außerdem gab es nur bedingt Ausweichstellen. Über weite Abschnitte mussten die Lkw rückwärtsfahren. Nicht zuletzt war für die qualitativ hochwertige Ausführung der Maßnahme der flexible und leicht bedienbare Vögele-Straßenfertiger Super 1800-5 X entscheidend.

Wirtgen Group, Vögele
Im Einsatz: der Vögele-Fertiger Super 1800-5 X und die Tandemwalzen HD 13 VO und HD 10 VT von Hamm. (Bild: Wirtgen Group)

Präzise Lenkung

Die am Falkenstein eingesetzte Maschine ist mit 6,15 m Länge für ihre hohe Leistungsfähigkeit kompakt. Außerdem bietet sie eine hohe Traktion und präzise Lenkung – was dem Einbauteam angesichts der beengten Platzverhältnisse zugutekam. Auf der einen Seite der Berg, auf der anderen Seite der steile Abhang. Hier musste der Fertiger millimetergenau gesteuert werden, um auf der schmalen Straße nirgendwo anzuecken. „Das funktioniert mit dem neuen Strich-5-Fertiger sehr gut. Dank der optimalen Übersicht, der feinfühligen Lenkung per SmartWheel und der exakten Bohlenbreitenverstellung ist der Asphalteinbau in diesen anspruchsvollen Kurven möglich“, resümiert Böck.

Wirtgen Group, Vögele
Präzises Steuern des Fertigers und der Walzen durch die enge Serpentine war notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. (Bild: Wirtgen Group)

Der Fertiger halte die Spur einwandfrei und das Ergebnis sei ein gleichmäßiges Einbaubild. „Bei dem vorliegenden schlechten Bestand und variierenden Einbaustärken keine Selbstverständlichkeit“, betont der Experte. Als hilfreich erwies sich dabei die Pressleiste der Bohle, um eine hohe Vorverdichtung zu erreichen. Die Ausziehbohle AB 500 TP1 lässt sich von 2,55 m bis 5,00 m hydraulisch verstellen. Durch den Anbau von festen Verbreiterungen ist eine Erweiterung auf bis zu 8,75 m möglich.

Verdichtung bei mehr als 30 % Neigung

Für die Endverdichtung nutzt das Team eine Oszillationswalze HD 13 VO und eine HD 10 VT von Hamm. Vor allem die Neigung der Strecke von teilweise mehr als 30 % gepaart mit den engen Spitzkehren forderte den Walzenfahrer sowie die Technik heraus. Gefragt war Fahrgefühl, um das Mischgut nicht wegzuschieben, es aufzureißen oder mit der Walze ins Rutschen zu bringen. Genau hier erweist sich das Drei-Punkt-Pendelknickgelenk der Hamm-Walzen einmal mehr als wertvolles Feature.

 

Standpunkt

Tatjana Drexler, Wirtgen Group, Vögele
(Bild: Wirtgen Group)

 

Tatjana Drexler hat den Super 1800-5 X an den steilen Wänden und dem schroff abfallenden Abhang entlang der Serpentinenstraße in Pfronten gesteuert. Hilfreich dabei war auch das weiterentwickelte Bedienkonzept ErgoPlus 5 mit SmartWheel für eine präzise Lenkung sowie das neue Touch-Display. „Technisch wie optisch sieht man, dass der Straßenfertiger spürbar weiterentwickelt wurde.“ Bis vor fünf Jahren hat Drexler noch in der Gastronomie auf einer Skihütte gearbeitet und für den Sommer eine interessante neue Tätigkeit gesucht. Dass sie einmal Straßenfertiger fahren würde, hätte sie sich damals nicht träumen lassen. „Heute ist es mein Traumjob“, beschreibt sie ihre Berufswahl und ist stolz darauf, „mit der besten Maschine“ unterwegs zu sein. Drexler liebt es, große Maschinen auch unter schwierigen Verhältnissen sicher zu steuern und gleichzeitig immer ein Auge auf die Kollegen an der Einbaubohle und den gesamten Arbeitsbereich zu haben.