
Zeppelin schärft sein Profil als Lösungsanbieter
Die Zeppelin Gruppe richtet ihr Geschäft konsequent an vier zentralen Megatrends aus: Infrastruktur, Energie, Digitalisierung und Fachkräfte. Ziel ist es, sich stärker als verlässlicher Lösungsanbieter für die wachsenden Anforderungen der Bau- und Infrastrukturbranche zu positionieren.

Umsatz gehalten, Ergebnis gesteigert. Angesichts dieser Bilanz spricht Matthias Benz von einem „soliden“ Geschäftsjahr 2025 in bewegten Zeiten (Umsatz 2025: 4,4 Mrd. Euro [+16 % ggü. Vj.]). Bei seinem Ausblick nach vorn macht der Vorsitzende der Geschäftsführung der Zeppelin Gruppe deutlich: Der Konzern denkt in Megatrends und richtet daran sein Portfolio aus. „Wir sind überzeugt, dass diese Strategie die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum ist.“ Die vier Wachstumsfelder sind namentlich: Infrastruktur, Energie, Digitalisierung und Fachkräfte.
Als (Projekt-)Mitgestalter und Ermöglicher plant das Unternehmen deshalb, sich in Zukunft verstärkt in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung zu engagieren. „Eine leistungsfähige Infrastruktur und resiliente (dezentrale) Energieversorgung gewinnen dabei europaweit an Bedeutung. Zeppelin ist dabei ein verlässlicher und kompetenter Partner mit einem vielfältigen und breit aufgestellten Produkt- und Dienstleistungsportfolio“, betont Benz. Gleichzeitig treibt Zeppelin die eigene Transformation voran mit einer „weiterentwickelten Organisationsstruktur sowie harmonisierten Prozessen, Daten und Systemen.“
Wenn Sie heute eine elektrische Baumaschine kaufen, ist meistens unklar, wie der Strom auf die Baustelle kommt. Sprechen Sie mit uns. Wir können für Sie ein Gesamtkonzept erarbeiten.
Intelligente Maschinen, höhere Produktivität
Der Fokus der Baumaschinensparte, die auf der Bauma 2025 einen „sehr hohen Auftragseingang“ verzeichnen konnte, liegt auf praxisnahen Tools für Nutzer. Dazu zählen:
➔ Telematik, Assistenzsysteme und Fahrerschulungen unterstützen bei schwankenden Kraftstoffpreisen und steigenden Betriebskosten.
➔ Vorausschauende Wartung, ein datenbasierter Service und eine schnelle Ersatzteilversorgung sorgen dafür, dass Baumaschinen zuverlässig funktionieren.
➔ Mit digital vernetzten Maschinen haben Nutzer Kosten, Wartungsintervalle und Auslastung jederzeit im Blick.

Benz Prognose für diesen Bereich: „Alle Maschinen werden intelligenter. Hier wird in den nächsten zehn Jahren sehr viel passieren.“ Caterpillar habe in Las Vegas bereits einen Ausblick auf sprachgesteuerte und autonom agierende Maschinen gegeben, Knowhow rund um Daten und Software seien in der Maschinenentwicklung deshalb unerlässlich. Zeppelin sieht sich in diesem Bereich bereits gut aufgestellt. Sofern das Sondervermögen für Infrastruktur ankommt, erwartet Benz „erhebliche Impulse für die Bauindustrie.“ Derweil sorge der Konzern dafür, dass „das, was an Maschinen im Markt ist, läuft.“
Das bereits jetzt in Europa flächendeckendste Ersatz- und Servicenetzwerk des Unternehmens werde weiter ausgebaut. Einen erheblichen Wachstumsschub erwartet Benz auch im gesamten Mietgeschäft, weil es Bauunternehmen Flexibilität in der Bilanz ermögliche. Als Partner für komplexe Projekte bietet das Unternehmen ein breites (Miet-)Portfolio von der Zugangskontrolle über die Strom- und Wasserversorgung bis zur Material-Entsorgung auf der Baustelle. „Alles aus einer Hand. Das ist ein wachsender Markt, in den wir deshalb mit dem Zukauf auch investiert haben.“

Energiekonzepte für die Baustelle
Der „riesigen Herausforderung“, Energie stabil zum Kunden zu bringen und verlässlich zur Verfügung zu haben, auch bei Dunkelflaute, begegnet der Konzern mit Lösungen rund um dezentrale Energieversorgung, eine Kompetenz, die mit der Akquisition der Pepp Group laut Benz gesteigert werden konnte. „Zeppelin ist in der Lage, Gesamtlösungen anzubieten, von der Planung über die Beratung bis hin zu Energieversorgung und -management.“ Das gelte sowohl im privaten wie auch im kommunalen und staatlichen Bereich. Das Know-how rund um eine stabile Energieversorgung kommt nicht zuletzt der Baumaschinensparte zugute. Denn, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Zeppelin Gruppe: „Wenn Sie heute eine elektrische Baumaschine kaufen, ist meistens unklar, wie der Strom auf die Baustelle kommt. Sprechen Sie mit uns. Wir können für Sie ein Gesamtkonzept erarbeiten.“

