Straßenerneuerung Zerf (Rheinland-Pfalz)

Digital steuerbarer Vögele-Fertiger erleichtert Sanierung

Wirtgen Group, Vögele
Sanierung mit der digitalen Fertiger-Steuerung Smart Pave: Auf der B268 bei Zerf setzte die Lehnen Gruppe erstmals die neue Vögele Lösung ein. (Bild: Wirtgen Group)

Wie sehr automatisierte Prozesse den Asphalteinbau in der Praxis erleichtern, zeigt eine Baustelle im rheinland-pfälzischen Zerf. Dort setzte die Unternehmensgruppe Lehnen zur Erneuerung eines Straßenabschnitts erstmals die digitale Steuerung Smart Pave von Vögele ein. Sie steuert Einbaubreite-, -lage und richtung des Straßenfertigers anhand virtueller Referenzen vollautomatisch.

Aufgabe war es, zwei neue Tragschichten und eine Binder- und Asphaltbetondeckschicht auf dem 1 km langen Abschnitt auf der Bundesstraße B268 einzubauen. Dabei zeigten sich die Vorteile des eingesetzten Vögele-Fertigers Super 1800-5 X mit integriertem Smart-Pave-System bereits vor dem eigentlichen Einbau: „Meine Arbeitsvorbereitung auf der Baustelle wird durch Smart Pave eindeutig einfacher“, erklärt Benjamin Biewen-Schreiner, Vermessungstechniker bei der Lehnen Gruppe.

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Smart Pave ist besonders nutzerfreundlich: Sämtliche Hardwarekomponenten wie Bedieneinheit, Satellitenempfänger und Modem sind im Straßenfertiger integriert. (Bild: Wirtgen Group)

So spart das System unter anderem aufwendige Markierungsarbeiten und erhöht die Prozesssicherheit: Mit einem Roverstab nahm Biewen-Schreiner zunächst die Koordinaten und Positionsdaten der Fläche auf, die asphaltiert werden sollte. Auf Grundlage der Daten erstellte er ein CAD-Modell der Straße und lud es in den Work Planner der zentralen Plattform John Deere Operations Center. Nach einer automatischen Fehleranalyse konnte er die Auftragsdaten über das zentrale Baustellenmanagement-System der Wirtgen Group direkt an den gewünschten Straßenfertiger over-the-air übertragen.

Entlastung der Bediener

Im Anschluss fuhr der Straßenfertiger die vorgegebene Strecke mit Breiten zwischen 6,5 m und 9,5 m anhand der virtuellen Referenzen ab – ganz ohne vorherigen Montageaufwand: Auf dem Dach des Super 1800-5 X bestimmten zwei integrierte StarFire-Satellitenantennen von John Deere die exakte Position der Maschine und sorgten für eine hochpräzise Steuerung. Ein mobiles RTK-Modem verbessert dabei die Positionierungsgenauigkeit durch die Verwendung eines lokalen Korrektursignaldienstes. Die Bohlenbreite passte sich automatisch an, sodass sich der Bediener ganz auf den eigentlichen Einbau konzentrieren konnte. Die präzise Steuerung verhinderte Überbreiten und sparte damit Material und Kosten.

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Einbau ohne Überbreiten und mit weniger Materialverbrauch: Das StarFire-Doppelantennensystem bestimmt die exakte Position des Straßenfertigers und sorgt für eine hochpräzise Steuerung. (Bild: Wirtgen Group)

Zudem erhöht Smart Pave die Sicherheit der Bediener, weil die Kontrolle der Kanten und Bohlenbreite am Straßenrand entfällt. Das ist besonders in beengten Situationen, nah am fließenden Verkehr, hilfreich. Der erste Baustelleneinsatz mit der neuen Lösung überzeugte das Team laut Alexander Wollscheid, Asphaltbauleiter der Lehnen Gruppe: „Mit Smart Pave können wir viele Arbeitsvorbereitungen digital am Computer wetterunabhängig ausführen und sind auf der Baustelle flexibler. Die Mitarbeiter bekommen ein Hilfsmittel an die Hand, das ihre Arbeit unterstützt und zu einem entspannteren Arbeiten beiträgt.“

 

Info

Vorteile von Smart Pave:

• keine Markierungsarbeiten

• Entlastung des Anwenders

• Erhöhung der Arbeitssicherheit, vor allem auf Nachtbaustellen und im fließenden Verkehr

• Kontrolle der Kanten und der Bohlenbreite am Straßenrand entfällt weitgehend

• Ressourceneinsparungen durch reduzierten Materialverbrauch

• höhere Einbaugenauigkeit und Prozesssicherheit

• geringerer Körpereinsatz

• keine Montagearbeiten