Vier Hyundai-Dumper im Einsatz für SWB und Opterra

Der Steinbruch Lugenberg liegt in Walzbachtal im Norden Baden-Württembergs. Dort baut das Unternehmen Opterra Wössingen Kalkstein für seine Zementproduktion ab. Der Zement kommt meist in Infrastruktur-Bauwerken in der direkten Umgebung zum Einsatz, es werden aber auch überregional Kunden mit Zement und Klinker beliefert.
Seit Februar 2026 übernimmt das in Nagold ansässige Dienstleistungsunternehmen Südwest Baumaschinen (SWB) unter der Leitung von Geschäftsführer Heiko Lutscher den Kalksteinabbau sowie die Bewegung des Abraums. Täglich sind mehrere Tausend Tonnen Material über eine Distanz von rund 1.500 m zum Zementwerk zu transportieren. Für diese Aufgabe hat Lutscher vier 45-t-Knickdumper des Typs HA45 von Hyundai angeschafft. Ergänzt wird die Flotte durch einen 100-t-Hydraulikbagger HX1000A. Mit dieser Maschinenkombination erreicht SWB die geforderte Produktionsleistung von Opterra.

Das Dienstleistungsunternehmen SWB übernimmt in insgesamt 36 Steinbrüchen Bohr- und Sprengarbeiten und stellt in drei Steinbrüchen die komplette Transportkette. Die Hyundai-Maschinen überzeugen den Geschäftsführer nach eigenen Angaben durch ihren robusten Stahlbau, die hohe Antriebsleistung, die leistungsfähige Hydraulik sowie den geringen Kraftstoffverbrauch. Laut Lutscher liegt der Dieselverbrauch der vier Dumper derzeit zwischen 15 und 18 l/h.
Knickdumper mit besonderem Fahrwerk
Die vier Hyundai HA45 von SWB sind mit Funkgeräten und einer Zentralschmieranlage ausgestattet. Eine Heckklappe verhindert Materialverluste während der Fahrt, zudem gehört eine Muldenheizung zur Serienausstattung. Der HX1000A ist derzeit das größte Baggermodell im Hyundai-Programm. Für den Einsatz im Kalkstein wurde die Maschine mit einem verstärkten Felslöffel mit 6,5 m³ Fassungsvermögen ausgerüstet. Zur Überwachung der Flotte nutzt SWB das Telematiksystem HiMate, um aktuelle Informationen zu Kraftstoffverbrauch, Maschinenverfügbarkeit, Fehlermeldungen und Leistungsdaten abzurufen.
Die Reaktionszeit für die Instandsetzung der Hyundai-Flotte beträgt nach Unternehmensangaben lediglich drei Stunden. Dadurch kann SWB auf die Vorhaltung eines Reservegeräts verzichten. Die in Norwegen produzierten Dreiachs-Knickdumper HA45A verfügen bei einem Ladevolumen von 26 m³ (mit Heckklappe) über ein von konventionellen Knickdumpern abweichendes Fahrwerkskonzept.

Dabei handelt es sich um oszillierende Hinterachsen in Tandembauweise. Während bei herkömmlichen Knickdumpern starre Achsen über Dreieckslenker am Hinterwagen geführt werden, können sich bei Hyundai die Radpaare auf beiden Fahrzeugseiten unabhängig voneinander bewegen.
Die als Bogieachsen ausgeführten Hinterachsen sind in robuster Kastenbauweise konstruiert. An den Bogies sind die Räder montiert, die über Zahnräder angetrieben werden. Durch ihre bewegliche Konstruktion können sich die Tandemachsen über einen großen Bereich unabhängig voneinander bewegen. Dies verbessert die Bodenanpassung und sorgt auch in anspruchsvollem Gelände für eine hohe Traktion.