
Zurück zu den Wurzeln

Das Sommerfest des VDBUM-Stützpunkts Bremen war ganz der Baumaschinen-Historie gewidmet. Auf einer Wiese in Oyten bei Bremen veranstaltet Claus Lutze alljährlich ein Treffen mit historischen Baumaschinen und Fahrzeugen. Alles hatte einst damit begonnen, dass er als Grundlage für den Modellbau und dank familiärer Prägung Informationen und Bildmaterial über die Geschichte und den Fuhrpark der Firma August Reiners aus Bremen zusammengetragen hatte. Es sollte jedoch nicht bei dem bloßen Anlegen von Aktenordnern bleiben.
Eine ganze Flotte in RAL 5012
Schließlich wurden zeitgenössische Maschinen restauriert und in der August-Reiners-Hausfarbe „Lichtblau“ lackiert. Da sich auch mehrere Hobby-Kollegen seiner Idee von einem vorbildgetreuen Oldtimer-Fuhrpark angeschlossen hatten, erstrahlt mittlerweile eine ganze Flotte in RAL 5012. Die Liebhaber technischen Kulturguts besitzen üblicherweise einen Sinn für Details, und daher gibt es zwischenzeitlich eine volle Ausstattung von Bauwagen und Kleingeräten bis hin zum hölzernen Toiletten-Häuschen. Obwohl der VDBUM als technikaffiner Verband ja stets ein Auge auf aktuelle Technologietrends hat und seine Mitglieder bei deren Implementierung unterstützt, darf auch mal der Blick auf die Herkunft der Maschinentechnik erlaubt sein. Dies tat der VDBUM-Stützpunkt Bremen dann auch ausgiebig, indem er sich mit seinem Sommerfest an das Treffen von Claus Lutze andockte.
Oldies im Einsatz
Nach einer kurzen Einführung durch VDBUM-Vorstandsmitglied Roland Callié nahmen die jeweiligen Eigentümer ihre restaurierten Maschinen unter praxisnahen Bedingungen in Betrieb. Darunter befanden sich seine Hanomag Planieraupe K 5, ein Frisch-Grader, ein O&K-Radlader L 4, ein Atlas Kettenbagger 1302 sowie mehrere Magirus-Kipper. Mancher Besucher fühlte sich in seine Anfänge in der Branche zurückversetzt und konnte bei Gegrilltem und baustellengerechten Kaltgetränken in Erinnerungen schwelgen. Andere zeigten sich überrascht, dass eine – zugegebenermaßen recht überschaubare – Szene von Sammlern historischer Baumaschinen überhaupt existiert.
Die Möglichkeit, eine der Maschinen auch einmal selbst zu bedienen, wurde von einigen sachkundigen Besuchern gerne angenommen. Solche Erfahrungen erbringen eigentlich zuverlässig zwei Erkenntnisse: Erstens, dass den Akteuren von damals Anerkennung dafür gebührt, unter welchen Bedingungen respektable Leistungen erbracht wurden. Und zweitens, dass früher keineswegs alles besser war. Den Komfort und die Möglichkeiten der aktuellen Maschinen möchte dann doch niemand dauerhaft missen. Das Fazit der rund 50 Anwesenden zu der Veranstaltung war durchweg positiv. Das ruft also nach einer Wiederholung.


