Eingangsbereich der Barbarossa-Thermen in Göppingen
Barbarossa-Thermen Göppingen

Alu-Schalungstürme tragen Unterzüge

Der neue Eingangsbereich der Barbarossa-Thermen in Göppingen: Nach Entfernung der Traggerüste beeindruckt der charakteristische Vorbau. (Bild: Grötz)

Die Stadtwerke Göppingen lassen die Barbarossa-Thermen für knapp 13 Mio. Euro umbauen. Den neuen Eingangsbereich prägen drei aufeinander zulaufende Unterzüge – wobei das Alu-Schalungsgerüst Titan von Ischebeck seine besondere Flexibilität beweisen konnte.

Die runderneuerte Badearena feierte bereits im Oktober 2018 Eröffnung, seit April 2019 laufen die Arbeiten für den neuen Kind-Eltern-Bereich, Umkleiden und Eingangsbereich. Der Umbau liegt in den erfahrenen Händen der mittelständischen Bauunternehmung Grötz, Niederlassung Nürtingen. Die größte Herausforderung bei diesem Projekt sind drei aufeinander zulaufende geneigte Unterzüge, die den neuen Eingangsbereich der Thermen prägen. Aus unterschiedlichen Richtungen kommend, treffen sich diese 25 cm breiten und etwa 10, 16 und 27 m langen Unterzüge in ungefähr 7 m Höhe an der äußersten Spitze des Vorbaus. Dort sind sie 1,10 m hoch, am tiefsten Punkt sogar bis zu 2,37 m. Der mittlere, kürzeste Unterzug erhält zudem eine um 10 Grad geneigte Stahlstütze, die zusammen mit dem Unterzug ausbetoniert wird.

Alu-Schalungstürme tragen Unterzüge
Mustergültig flexibel: Verschiedene Alu-Schalungstürme stützen die Unterzüge. (Bild: Ischebeck)

Zur Unterstützung der Unterzugschalung ist also Flexibilität gefragt. Michael Bär, Polier bei Grötz, hat sich daher für das Alu-Schalungsgerüst Titan von Ischebeck ausgesprochen, das er schon bei mehreren Projekten im Einsatz hatte: „Es bietet einfach viele Aufbaumöglichkeiten und lässt sich der Situation vor Ort problemlos anpassen.“ Bezogen hat Grötz das Material dann über die Stuttgarter Niederlassung der Firma Elvermann, Ischebeck-Schalungshändler in diesem Gebiet, der auch das weitere Schalmaterial geliefert hat.

Wegen der Neigung der Unterzüge müssen die Schalungstürme unterschiedlich hoch sein. Außerdem variiert die Aufstellhöhe, da zum Teil auch innerhalb eines Turms einige Stützen auf der betonierten Bodenplatte stehen, andere wiederum im Außenbereich auf gewachsenem oder aufgefülltem Boden. Zudem sind je nach Platzierung des Schalungsturms unterschiedliche Lasten abzutragen. Das Alu-Schalungsgerüst Titan bietet mit seinen zahlreichen, nach DIN EN 12812 typengeprüften Turmvarianten für fast jeden Ort eine Lösung. Und wo vom typgeprüften Aufbau abgewichen werden muss, kann von Ischebeck der statische Nachweis mit Hilfe der neuen Bemessungs-Software Smart Titan erbracht werden.

Anpassungsfähigkeit der Schalungstürme an Bodenhöhen
Die Stiele der Türme passen sich den unterschiedlichen Bodenhöhen an. (Bild: Ischebeck)

Flexibilität im Aufbau der Schalungstürme gewährleisten zunächst die unterschiedlich großen Alu-Spindelstützen, die zur Höhenanpassung entsprechend ausgespindelt werden können. Hier hat Grötz alle drei verfügbaren Größen eingesetzt und damit Höhen bis 5,50 m abgedeckt. Höher hinaus geht es mit zusätzlichen 1,20 m langen Alu-Spindeln. Stabilität und mehr Tragfähigkeit geben den Türmen schließlich verschiedene Alu-Aussteifrahmen in Breiten von 0,90 bis 1,80 m, die zudem in unterschiedlichen Höhen montiert werden. Für den längsten Unterzug kommen beispielsweise sieben unterschiedliche Schalungstürme zum Einsatz, sechs davon neunstielig, einer zwölfstielig. Sie werden liegend am Boden vormontiert und dann per Kran an ihren Einsatzort gehoben.

Die Schalungstürme erhalten H20-Träger als Jochträger, die mittels Ischebeck-Kreuzkopf sicher auf Spindel oder Kopfplatte aufliegen. Belagsträger sind ebenfalls H20-Träger. Nur an einigen Stellen wurden nachträglich Alu-Schalungsträger Titan 160 H eingeschoben, um die Richtstreben Titan RSK zur Ausrichtung der Seitenschalung mit Klemmstücken R 12 x 50 befestigen zu können. Zum Schutz der Arbeiter während der Schalarbeiten erhalten die Arbeitsplattformen links- und rechtsseitig der Unterzugschalung jeweils Alu-Seitenschutzgitter zur Absturzsicherung, die mit Multizwingen und Einsteckpfosten an den Belagsträgern befestigt werden können.

Inzwischen steht der Rohbau in Göppingen und es laufen Arbeiten wie die Isolierung der Außenwände, das Verlegen von Lüftungsrohren oder der Einbau von Fenstern. Die Fertigstellung steht kurz bevor, sodass die Barbarossa-Thermen ab Oktober wieder ihre Badegäste empfangen können.