Schnellwechsler

Das vollhydraulische Likufix-System von Liebherr

Die österreichische Strabag, einer der größten europäischen Baudienstleister, nutzt das vollhydraulische Liebherr-Schnellwechselsystem Likufix bei allen Bestands- und Neumaschinen von Liebherr sowie auch bei den meisten Maschinen anderer Hersteller.

Likufix Liebherr
Likufix ermöglicht einen schnellen und zugleich sicheren Anbaubauwerkzeugwechsel aus der Fahrerkabine heraus.

Aufgrund des komplexen und vielseitigen Leistungsspektrums der Strabag ist ein häufiger Anbauwerkzeugwechsel vor allem bei Hydraulikbaggern unumgänglich. Bereits seit 2007 setzt man dabei auf das vollhydraulische Schnellwechselsystem Likufix von Liebherr – insbesondere wegen der hohen Produktqualität sowie Service- und Wartungsfreundlichkeit.

Der Hersteller bietet drei unterschiedliche Ausbaustufen an Schnellwechselsystemen an

Neben mechanischen Systemen für seltene Wechsel eignet sich die hydraulische Variante für häufige Wechselvorgänge. Der Schnellwechsler kann per Knopfdruck bedient werden, die Hydraulikleitungen müssen dennoch manuell verbunden und getrennt werden. Mit dem vollhydraulischen Likufix-Schnellwechselsystem kann der Werkzeugwechsel komfortabel aus der Fahrerkabine heraus erfolgen.

Durch die Kombination aus hydraulischem Schnellwechsler und Likufix-Kupplungsblock verschmelzen sowohl mechanische als auch hydraulische Anbauwerkzeuge schnell mit der Maschine zu einer leistungsfähigen Einheit. Laut Martin Philipp, Direktionsleiter der Zentralen Investition und Beschaffung der Strabag, wird der überwiegende Teil der Mobil- und Raupenbagger bei Neuinvestitionen mit dem vollhydraulischen Likufix-System ausgestattet – sowohl Liebherr-Maschinen als auch Bagger anderer Hersteller, da die Schnellwechselsysteme von Liebherr herstellerübergreifend einsetzbar sind.

Liebherr Schnellwechselsystem Likufix
Seit gut 15 Jahren setzt Strabag auf Likufix von Liebherr – eine Kombination aus hydraulischem Schnellwechsler und einem automatischen Hydraulik-Kupplungssystem. (Bilder: Liebherr)

Mit der neuen HD-Generation wurde im Vergleich zur Vorgängerserie der Stahlbau optimiert, wodurch die Lebensdauer nochmals signifikant erhöht werden konnte. Zudem wurde die neue Generation für eine weiter optimierte Wartung so konstruiert, dass diese nun noch servicefreundlicher, für kürzere Stillstandszeiten teilweise sogar direkt auf der Baustelle durchgeführt werden kann. Und weil der Gerätewechsel per Knopfdruck aus der Fahrerkabine heraus erfolgt wird sichergestellt, dass sich beim Wechselvorgang keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten.

Hier zeigt sich laut Liebherr ein einzigartiger Vorteil

Anstelle der Drucküberwachung des Verriegelungszylinders verfügt jeder hydraulische Liebherr-Schnellwechsler standardmäßig über elektronische Lagesensoren, die die Position des Verriegelungsbolzens überwachen. Eine optische und akustische Warnung gibt dem Maschinenbediener einen Hinweis, wenn der Schnellwechsler geöffnet ist.

Zudem kann sich der Bediener dank guter Sichtverhältnisse auf den linken Verriegelungsbolzen vergewissern, ob der Schnellwechsler sicher mit dem Anbauwerkzeug verbunden ist. Ein weiterer Näherungssensor überwacht die korrekte Lage des Anbauwerkzeugs in der Verriegelungsposition und sorgt so für zusätzliche Sicherheit.

Das vollhydraulische System ist ein hydraulischer Schnellwechsler kombiniert mit dem Hydraulikblock Likufix, von Liebherr im Jahr 2000 entwickelt. Es ist hydromechanisch gelagert und kann dadurch optimal in allen Achsen und Freiheitsgraden ausgleichen. Dazu ist das Schnellwechselsystem einfach zu reinigen, und Verschmutzungen sind leicht zu erkennen.

Eine massive Metallplatte und versenkte Hydraulikkupplungen beugen Beschädigungen beim Kupplungsvorgang vor. Ein optionaler Bügel am Kupplungsblock schützt die Hydraulikleitungen ebenfalls vor Beschädigungen. Je nach Tonnagenklasse gibt es für Hydraulikbagger vier und für Umschlagmaschinen zwei vollhydraulische Schnellwechselsysteme.