
Gipo setzt auf Transport- und Hebesysteme mit RUD-Anschlagpunkten
Der Hersteller Gipo hat seit 1973 weltweit mehr als 1.350 Anlagen ausgeliefert – darunter Prall-, Backen- und Kegelbrecher, die pro Stunde mehrere Hundert Tonnen Gestein, Beton oder Asphalt zertrümmern. Für den sicheren Transport solcher Großmaschinen setzen die Schweizer auf Anschlag- und Zurrpunkte des deutschen Spezialisten RUD.

Bevor die Anlagen arbeiten können, müssen sie über teils große Distanzen zum Einsatzort gebracht werden – überwiegend per Tieflader, teils aber auch per Bahn, Schiff, Flugzeug oder Materialseilbahn. Häufig ist zudem eine Teilzerlegung mit anschließender Remontage erforderlich. Mit Abmessungen von mehr als 10 m Länge, rund 3 m Breite, bis zu 4 m Höhe und Gewichten von mehr als 100 t stellen die Maschinen höchste Anforderungen an Hebe- und Ladungssicherungstechnik. Zusätzlich zu Transportmitteln sind insbesondere Anschlag- und Zurrpunkte sicherheitskritisch, da sie die Kräfte beim Heben und Verzurren aufnehmen müssen.

Herausforderung: individuelle Konstruktionen
Bei Gipo-Anlagen sind diese Punkte fest in die Konstruktion integriert und meist mit dem Rahmen verschweißt. Aufgrund der kundenspezifischen Auslegung der Maschinen war eine Standardisierung der Positionen lange kaum möglich. Jede neue Maschine erforderte aufwändige Berechnungen, um normgerechte Hebe- und Transportsicherheit sicherzustellen – oft mit Kompromissen bei Gewicht und Konstruktion.

Zusammenarbeit mit RUD
Um diese Situation zu verbessern, arbeiteten die Schweizer mit dem deutschen Spezialisten RUD zusammen. Nach Analyse der bisherigen Lösungen empfahlen die Experten den Einsatz starrer schweißbarer Anschlag- und Zurrpunkte vom Typ W-ABA und L-ABA anstelle variabler Systeme. Diese von RUD entwickelten Befestigungspunkte werden aus einem Stück geschmiedet. So sind die Komponenten allseitig belastbar, vierfach bzw. zweifach gegen Bruch gesichert und für Tragfähigkeiten bis 31,5 t bzw. Zurrkräfte bis 20.000 daN ausgelegt. Durch die geschmiedete Bauweise und umlaufende Schweißverbindung sind sie korrosionsunempfindlich und für den Außeneinsatz geeignet. Verschleißanzeigen erhöhen zusätzlich die Betriebssicherheit.
Der entscheidende Fortschritt liegt in der allseitigen Belastbarkeit der RUD-Lösungen. Dadurch konnten erstmals standardi-sierte Positionen für alle Maschinen definiert werden.
Eingesetzt wurden die Systeme erstmals in den neuen Prallbrechern Gipo P 101 Giga und P 111 Giga. Je nach Ausführung verfügen die Anlagen über 10 bis 30 Anschlag- und Zurrpunkte. Diese sind so ausgelegt, dass auch dynamische Belastungen im Straßenverkehr (bis zum 1,5-fachen Maschinengewicht) sicher aufgenommen werden. Zusätzlich zum Transport unterstützen die Punkte auch Montage-, Kran- und Produktionsprozesse. Ergänzend nutzt Gipo weitere RUD-Systeme wie PP-S PowerPoint Universalanschlüsse.

Vorteile der Standardisierung
Der entscheidende Fortschritt liegt in der allseitigen Belastbarkeit der RUD-Lösungen. Dadurch konnten erstmals standardisierte Positionen für alle Maschinen definiert werden. Der Berechnungsaufwand sank deutlich, während Sicherheit und Flexibilität stiegen. Zudem sind lastrichtungsunabhängige Verzurrungen möglich, was die Transportsicherheit erhöht und die Konstruktion vereinfacht. Auch in der Produktion ergeben sich Vorteile: weniger Einmessarbeiten, einfachere Montage und optimierte Lackierprozesse führen zu kürzeren Fertigungszeiten und geringeren Kosten.
Fazit
Gipo bewertet die Zusammenarbeit mit RUD als erfolgreiche Innovationspartnerschaft. Die neuen Anschlag- und Zurrpunkte erfüllen alle relevanten Normen, erhöhen die Transportsicherheit und reduzieren gleichzeitig konstruktive Einschränkungen. Geplant ist, die Lösungen künftig auf das gesamte Maschinenportfolio auszuweiten – ein Schritt, der Sicherheit, Effizienz und Flexibilität weiter steigern soll.