Solarlichtmast von Atlas Copco
Baustellenbeleuchtung

Gutes Licht nützt und schützt

Das Nonplusultra: Lichtmastmodelle mit Solarzellen und bis zu 8 LED-Lampen sorgen für ausreichend Helligkeit an jedem Ort. Sie machen keinen Lärm und brauchen keinen extra Kraftstoff. (Bild: Atlas Copco)

In der dunklen Jahreszeit sind gute Sichtverhältnisse elementar – für ermüdungs- und stressfreies wie auch für unfallfreies und sicheres Arbeiten auf der Baustelle. Reicht das Tageslicht nicht aus, sollte man unbedingt auf Lichtmasten und -ballone zurückgreifen. Sie ermöglichen das gezielte Ausleuchten von dunklen Stellen, Ecken und Winkeln genauso wie das gleichmäßige Ausleuchten großer Flächen.

Gute Sicht nützt, gute Sicht schützt – das gilt nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch auf der Baustelle, vor allem bei häufig wechselnden Einsatzorten. Immerhin bieten zahlreiche Hersteller das dazu notwendige Equipment an. Lichtmasten und -ballone mit oder ohne eigene Stromversorgung lassen sich schnell überall hin transportieren und in wenigen Minuten aufstellen und einsetzen, beispielsweise für Reparaturen an Maschinen vor Ort. Zugleich kann man sich solche Lichtakzent setzenden Leuchtsysteme auch für Veranstaltungen jeglicher Art nützen.

Die neuesten LED-Produkte im Scheinwerferbereich übertreffen inzwischen sogar die ausgezeichnete Lichtperformance von Xenon-Scheinwerfern um etwa das Doppelte, die Halogenlichtausbeute sogar um mehr als das Vierfache. Vor allem bieten LEDs hohe Farbtemperaturen von 5.000 bis 6.000 Kelvin, was für eine tageslichtähnliche Ausleuchtung (5.500 Kelvin) sorgt. Wer bei solchen Lichtbedingungen arbeitet, schont seine Augen und bleibt länger einsatzbereit, ohne große Ermüdungserscheinungen. Die Vorteile von LED-Scheinwerfern liegen zudem im niedrigen Stromverbrauch und ihrer Wartungsfreiheit, kombiniert mit einer extrem langen Lebensdauer: Weit über 20.000 Betriebsstunden und damit über sechsmal mehr als mit anderen Leuchtmitteln sind erreichbar. Zudem sind sie recht günstig im Preis.

Die Angabe des Lichtstroms in Lumen respektive der Basisgröße Lichtstärke (in Candela) sagt jedoch nichts über die Qualität von LED-Leuchten aus – auch wenn gerade Billiganbieter oft damit werben. Abgesehen davon, dass es den theoretischen Lumen, den Bruttowert und den tatsächlich effektiv gemessenen Lumen, den Nettowert gibt, sollte man noch andere wichtige Parameter unterscheiden. Denn nur so lassen sich Billigprodukte und Markenware gut unterscheiden. So liefert der effektive, gemessene Lumenwert zwar eine Aussage darüber, welche Lichtleistung tatsächlich aus dem Arbeitsscheinwerfer austritt, er sagt aber nichts darüber aus, wieviel Licht am Boden überhaupt ankommt. Dafür benötigt man wiederum die Beleuchtungsstärke (in Lux), also die Anzahl der Lumen pro Quadratmeter.

Schließlich gilt es, so viele Lichtstrahlen wie möglich auf den Boden zu bekommen und sie nicht auf dem Weg dorthin gegen den Himmel zu senden. Deshalb arbeiten die Lichttechniker aller Markenhersteller intensiv an den Optiken der LED-Scheinwerfer. Je mehr Lichtstrahlen auf dem Boden ankommen, desto höher ist die Beleuchtungsstärke beziehungsweise der Luxwert. Gibt man nur die Lumenanzahl an, suggeriert man, dass bei allen LED-Arbeitsscheinwerfern mit gleicher Lumenanzahl gleich viel Licht am Boden ankommt. Das ist definitiv nicht der Fall. Zu hell darf es wiederum auch nicht sein, deshalb ist eine Vorabberatung oft sinnvoll.

Lichtmast/Lichtballon von Doosan
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Ein sehr umfangreiches Programm an Beleuchtungssystemen bietet Atlas Copco aus Essen. Deren Lichtmasten sind völlig autark vom Stromnetz an stationären oder mobilen Arbeitsstellen einsetzbar und können dort die Flächen taghell erleuchten. Neben Lichtmasten mit Stromgenerator gibt es auch kompakte Ausführungen, die sich an vorhandene Stromanschlüsse oder auch an separate Stromgeneratoren anschließen lassen. Zudem gibt es Modelle mit Solarzellen, mit denen man komplett unabhängig von Stromerzeugungslösungen ist. Die Lichtmasten gibt es mit (Halogen-)Metalldampflampen sowie mit lichtstarken LEDs. Je nach Version leuchten die konventionellen Lichtmasten bis zu 5.000 m² mit einer Lichtstärke von durchschnittlich 20 Lux aus.

Die drei Lichtmastmodelle mit Solarzellen sind mit 4 bis 8 LED-Lampen bestückt, die einen Lichtstrom von 18.400 bis 36.800 Lumen erzeugen. Dafür benötigen sie Leistungen von nur 208 bis 416 Watt. Allein die integrierten Batterien (herkömmliche Blei-Säure-Akkus) liefern bei voller Leistung Strom für bis zu 30 Stunden; mit Solarzellenaufladung reicht es sehr viel länger. Die Masthöhe beträgt bei allen Modellen 6,1 m, die 703 oder 862 kg schwer sind. Modell QLTS 4 (mit 4 LED-Lampen) leuchtet eine Fläche von 8 x 17 m, also 139 m² mit einer Lichtstärke von mindestens 50 Lux aus. Das mittlere Modell QLTS 6 schafft diese 50 Lux für 264 m² (12 x 22 m), das größte Modell QLTS 8 für 272 m² (8 x 34 m). Neben der integrierten Solarzellenaufladung gibt es auch eine Möglichkeit zur externen Aufladung. So lassen sich die Lichtmasten auch dann sofort einsetzen, wenn sie länger in der Halle gestanden haben. Immerhin benötigen sie keine Betriebs- oder Kraftstoffe und erzeugen keinerlei Geräusch. Ideal also für Einsätze in Wohngebieten, Altenheimen oder Krankenhäusern. Mit einer Lebensdauer von über 35.000 Stunden sind die LEDs zudem sehr lange haltbar.