
Umsetzung und Zusammenführung zweier Asphaltmischanlagen
An den Standorten Götzis und Nenzing des österreichischen Bauunternehmens Hilti & Jehle sind zwei Asphaltmischanlagen von Benninghoven bereits seit vielen Jahren im Einsatz. Sie wurden jetzt modernisiert und in Götzis neu zusammengeführt.

Konkret hat Benninghoven im österreichischen Götzis eine leistungsfähige Asphaltmischanlage aufgebaut, indem zwei bestehende Anlagen zusammengeführt und auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurden. Aufgrund der Modulbauweise und einer umfangreichen Planung konnte die Retrofit-Lösung umgesetzt werden. Dabei wurde ein nachhaltiger Ansatz verfolgt: Die modularen Benninghoven-Anlagen ermöglichten es, mehrheitlich die Komponenten der bestehenden Anlagen wiederzuverwenden und mit neuen, innovativen Retrofit-Lösungen zu kombinieren.
Die TBA-Anlage aus Nenzing wurde demontiert, 21 km transportiert und in Götzis mit den vorhandenen Bitumentanks verbunden. Generell zeichnen sich TBA-Asphaltmischanlagen durch ihren modularen Aufbau und große Einspeicherkapazitäten für Heißsilierung und Mischgutverladesilo aus. Sie sind sowohl für den semimobilen als auch für den stationären Einsatz geeignet.

Durch die gezielte Erweiterung der Heißsilierung in Götzis gibt es nun 14 Taschen inklusive Drehschurre und 150 t Fassungsvermögen. Mehr unterschiedliche Gesteinssorten können künftig heiß bevorratet werden, ergänzt durch eine kombinierte Bitumenversorgung mit intelligenter Steuerung. Die Kombination der Bitumenversorgungen beider Anlagen und die Integration einer intelligenten Bitumensteuerung ermöglicht es dem Kunden, in Zeiten von Energieengpässen und schwankenden Bitumenpreisen flexibel zu agieren. Damit lassen sich sowohl die Menge als auch die Vielfalt an Bitumen effizient verwalten.
Neben dem bestehenden Kaltrecycling-System wurde die Anlage für die Heißgaserzeugertechnologie mit Recyclingraten bis zu 100 Prozent vorgerüstet. Die Technologie kann den Anteil von recycelten Materialien im Endprodukt weiter erhöhen und gleichzeitig die Emissionen, die bei der Herstellung von Mischgütern entstehen, senken. Durch die neue Steuerung BLS4 ist die Anlage für die Mitarbeiter übersichtlicher und einfacher zu bedienen. Zusätzlich wurden die Lagerkapazitäten der Anlage erweitert. Für größere Einspeicherkapazitäten und Sortenvielfalt an Fertigasphalt sowie die Bevorratung von Gussasphalt stehen jetzt acht Taschen zur Verfügung.

Der Standort der neu gesetzten Anlage liegt am südlichen Ausläufer des Bodensees, im Vierländereck in unmittelbarer Nähe zu Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Mischgüter können so schnell über Grenzen hinweg geliefert werden. Mehrere Länder bedeuten aber auch unterschiedliche Anforderungen an das Mischgut bzw. eine erhöhte Rezeptvielfalt, die mit der modernisierten Anlage flexibel bedient werden können. Benninghoven konstruiert die transportablen Anlagen nicht nur um sie von einem Standort zum nächsten versetzen zu können. Durch die modulare Bauweise sind bestehende Anlagen vor allem auch nach dem neusten Stand der Technik einfach nachrüstbar.