VW Amarok Doka Aventura 4x4
Transportertest 3/2018

VW Amarok Doka Aventura 4×4 Automatik

Der 3,0-l-V6-Amarok verspricht mit 204 oder 224 PS und achtstufiger Wandlerautomatik souveräne Fahrleistungen. (Bilder: bd/Domina)

Mit dem stärksten V6 und 224 PS unter der Haube erweist sich das Spitzenmodell des VW Amarok als reisetauglicher Luxus-Pick-Up. Und: Sein AdBlue-Verbrauch passt korrekt zum Diesel-Verbrauch.

Mit einem blattgefederten Pick-up mit 190 km/h über die Autobahn brettern – kann man natürlich machen. Der Amarok mit seinem großvolumigen V6 beherrscht auch die Disziplin unvernünftiges Rasen. Mehr Spaß vermittelt VWs Pick-up aber als Cruiser: Tempomat bei 130 Tacho gesetzt – das sind 122 echte km/h – und der Highway-Törn verwandelt sich in ein ausgesprochen entspanntes Fahrvergnügen ohne Stress, Hektik und unnötige Risiken. So fährt man 224 PS aus 3 l Hubraum. Fürs Cruisen reichen knapp 100 PS, der Rest ist Reserve für schwerere Aufgaben. Die seidenweich schaltende Acht-Stufen-Wandler-Automatik tut ihr übriges und wechselt die Übersetzungen. Unmerklich. So soll es sein. Und so muss es ein Allradler, der mit 47.000 Euro (ohne MwSt.) in der Preisliste steht, auch können.

VW Amarok Doka Aventura 4x4 Ladefläche
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Schon ein stolzer Preis für einen Pick-up. Dafür bekommt man aber auch eine Menge. Zuvorderst den Antriebsstrang mit großvolumigem Diesel-V6, exzellenter Wandler-Automatik und Pick-Up-typischem Fahrkomfort: leise und vibrationsarm, straff gefedert, aber nie unkomfortabel hart. Durch die auf den Rahmen über Gummilager aufgesetzte Karosserie dringen keinerlei Fahrwerksgeräusche in die Kabine – das hat schon was. Und unterscheidet sich deutlich von selbsttragenden Blech-Karossen, die immer einen akustisch schwer zu beherrschenden Resonanzraum bedeuten.

Ganz zu Beginn seines Aufstiegs zu Deutschlands meistverkauftem Pick-up diente noch der 2-l-Konzern-Vierzylinder als Antrieb.  Der Motor war an sich klasse. Klein, aber überaus sparsam. Mit etwas über 8 l pro 100 km fuhr ich den Amarok damals über unsere Standardrunde. Eine Aufgabe, die alle anderen Konkurrenten mit ihren teils deutlich größeren Motoren stets mit Verbrauchswerten um die 11 l quittierten. Es war wohl nicht mangelnder Sparwille, sondern eher die zwischenzeitlich verschärften Abgasvorschriften, die VW den kleinen Vierzylinder aus dem Amarok verbannen ließen.