Baukompressor von Kaeser
Baukompressoren

Als robuste und wirtschaftliche Vielzweckgeräte überzeugend

Die klassische Anwendung: Baukompressor wie der Mobilair M27 von Kaeser plus Presslufthammer als Druckluftwerkzeug. (Bild: Kaeser)

Betriebssicherheit hat hohe Priorität

Hochwertige Verdichter haben oft einen Riemen als Antrieb, sodass der Verdichter vom Verbrennungsmotor entkoppelt ist. Alle Drucklufterzeuger sind mit einem Überlastungsschutz ausgestattet, der den maximalen Druck reguliert und für Betriebssicherheit sorgt. Zwischen Ausschalt- und Einschaltdruck besteht immer eine Differenz von zwei bar. Dieser Differenzwert ist gesetzlich festgelegt, dient dazu, die Explosionsgefahr der unter Druck stehenden Behälter zu minimieren und wird bei allen in Deutschland zugelassenen Geräten eingehalten.

Ein großer Hersteller von Baukompressoren ist Coburger Unternehmen Kaeser. Die Produktpalette reicht von kleinen Drucklufterzeugern mit Drücken bis 15 bar und Volumenströmen bis knapp 100 m³/h über Kompaktgeräte (max. 14 bar und 300 m³/h) und Kraftpakete (14 bar, 1400 m³/h) bis zum Druckluft-Gigant M500-2 (max. 2748 m³/h) mit innovativer Steuerung sowie Fleet-Managementsystem per GPS.

Erst Mitte 2018 wurde der Mobilair M27 vorgestellt: ein kompakter, leichter und doch leistungsstarker Baukompressor mit maximal 156 m³/h Volumenstrom bei 7 bar Druck. Er kann zusätzlich mit einem Generator und/oder integrierter Druckluftaufbereitung geliefert werden. Neben der straßenfahrbaren gibt es auch eine stationäre Version, die sich zum Beispiel gut auf einer Lkw-Ladefläche installieren lässt. Die Coburger setzen überwiegend auf reibungsarme Schraubenverdichter aus eigener Entwicklung mit dem energiesparenden Sigma-Profil, das für hohe Dauerbelastung ausgelegt ist. Damit kann der Mobilair M27 zwei 20-kg-Presslufthämmer oder andere Werkzeuge betreiben. Eine serienmäßige Anti-Frost-Regelung schützt die Werkzeuge vor Frost- und Korrosionsschäden. Alle Wartungsstellen sind dank weit öffnender Schallschutzhaube leicht und schnell zu erreichen. Als praktisches Sonderzubehör gilt ein Schlauchaufroller mit 20-m-Leichtschlauch.

Flüsterkompressoren

Darunter firmieren sehr kompakte, geräuschreduzierte Verdichter, die eher im Handwerk, sogar in Zahnarztpraxen und Dentallabors sowie in Lackierwerkstätten (Airbrush) oder zum Sandstrahlen eingesetzt werden. Die mit nur 48 bis 60 dB(A) Schalldruck wirklich sehr leisen Drucklufterzeuger gibt es von Firmen wie Implotex, Knapp Wulf, Starkwerk oder Weldinger. Übrigens sind solche Geräte etwa 90 bis 98 Prozent leiser als handelsübliche Kompressoren. Man könnte damit also auch an Sonn- und Feiertagen sowie während Ruhezeiten zum Beispiel im Altenbereich oder in Krankenhäusern arbeiten.

Mit den platzsparenden Kompaktstationen i.Comp 8 und 9 stellen die Franken ein völlig neues, speziell für Werkstätten entwickeltes Druckluftversorgungskonzept vor. Mit einem Volumenstrom von 412 bis 580 l/min decken die i.Comp-Tower viele Applikationen in Handwerk und Industrie ab und gewährleisten einen konstanten Druck bis 11 bar bei absoluter Betriebssicherheit.

Mobile Druckluftkompressoren im Leistungsbereich von 150 bis über 2700 m³/h vertreibt das schwedische Unternehmen Atlas Copco seit 1952 in Deutschland. Bereits seit 1893 werden übrigens druckluftbetriebene Werkzeuge hergestellt und verkauft. Ein wichtiger Meilenstein war die Entwicklung des Schraubenkompressors um 1955. Etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes von rund 10 Mrd. Euro entfallen auf Drucklufterzeuger. Die sieben neuen, kompakten Baukompressoren der XAS-Baureihe haben öleingespritzte Schraubenverdichter mit SAP-Profil und werden von 2- oder 3-Zylinder-Deutz-Dieselmotoren der 2011er-Baureihe angetrieben. Optional eingebaute Generatoren liefern zusätzlich noch Strom. Je nach Modell liefern sie maximal 12 bar Druck und einen Volumenstrom bis 318 m³/h; mit einem Schalldruckpegel von maximal 70 dB(A) arbeiten sie zudem recht leise.

Zehn ebenfalls neue Baukompressoren der Serie 8 wiegen 750 kg und sind damit halb so schwer wie andere marktübliche Geräten. Man kann sie mit einem normalen Pkw transportieren. Zudem verbrauchen sie durchschnittlich 12 Prozent weniger Kraftstoff als herkömmliche Ausführungen. Mit maximal 12 bar Leistung und Volumenströmen von 210 bis 300 m³/h bieten die Modelle der Serie 8 genug Leistung für die meisten Baustellen. Mit Winterreifen bleiben sie auch in der dunklen Jahreszeit stets sicher in der Spur, eine dreilagige Anti-Korrosionsschicht weist Wasser und Salzwasser ab. Angetrieben werden sie von 3- oder 4-Zylinder-Kubota-Dieselmotoren.