Baukompressor von Kaeser
Baukompressoren

Als robuste und wirtschaftliche Vielzweckgeräte überzeugend

Die klassische Anwendung: Baukompressor wie der Mobilair M27 von Kaeser plus Presslufthammer als Druckluftwerkzeug. (Bild: Kaeser)

Emissionsfreie Alternative mit Elektroantrieb

Auf der Galabau 2018 vorgestellt wurde der elektrisch angetriebene Kompressor E-Air 250, er arbeitet lokal völlig emissionsfreie und hoch effizient. Die Steuerung von Druck und Durchfluss erfolgt über das integrierte PACE-System (Pressure Adjusted through Cognitive Electronics), das mehrere Druck- und Flusseinstellungen genau auf die Anforderungen der Anwendung ermöglicht – mit stufenlos einstellbaren Druckstufen zwischen 5 und 12 bar in Schritten von 0,1 bar und einer FAD (Free Air Delivery) des Volumenstroms von maximal 7.020 l /min. Der integrierte 50-kW-Permanentmagnet-Elektromotor mit variabler Drehzahleinstellung benötigt beim Anlauf nur eine geringe Leistung, sodass das Stromnetz keine zu hohen Lastspitzen verkraften muss. Darüber hinaus bietet das E-Air-Smart-Socket-System die Flexibilität, das selbe Gerät mit mehreren Steckdosen (125, 63, 32 und 16 Amp) zu verwenden. Der E-Air 250 wiegt lediglich 750 kg und lässt sich mit einem normalen Pkw ziehen.

Das ursprünglich englische Unternehmen Comp Air wurde 2008 in die US-amerikanische Gardner Denver eingegliedert. Noch früher wurden die Kompressorbereiche von Mahle und Demag von den US-Amerikanern übernommen. Gardner Denver ist daher einer der global führenden Hersteller von Kompressoren zur mobilen wie stationären Drucklufterzeugung. Die fahrbaren Kompressoren von Comp Air sollen besonders effizient und zuverlässig arbeiten. Die mobil einsetzbare C-Serie bietet neben hoher Energieeffizienz und geringen Emissionen zahlreiche Features, die den täglichen Betrieb und die Wartung erheblich vereinfachen. So wiegt der C14 nur 160 kg und lässt sich leicht in einem Kompaktbus oder Lieferwagen transportieren. Ein abnehmbarer 20-l-Benzintank reduziert das Transportgewicht sogar auf 142 kg. Diese kompakten Drucklufterzeuger sind mit einem kraftstoffsparenden, luftgekühlten Honda-GX-630V-Twin-Benzinmotor ausgestattet. Mit Leistungen von 7 bis 12 bar sowie Volumenströmen von 60 bis 84 m³/h bieten die Kompressoren genug Leistung für kleinere Einsätze. Mit Bi-Turbo-Technologie erzielen die beiden großen Modelle C200TS-24 und C270TS-9 eine um 14 Prozent höhere Energieabgabe an den Schraubenverdichter als bisher. Mit Leistungen von 9 bis 24 bar sowie Volumenströmen von 1200 bis 1620 m³/h decken diese beiden Modelle den Druckluftbedarf selbst von Großbaustellen ab. Dafür benötigen sie aufgrund ihres Gewichts von 3.500 kg auch besondere Transportleistungen.

Der Doosan-Konzern ist schon seit 1871 in der Bau-, Bergbau- und Ölindustrie tätig. Die robusten und zuverlässigen Kompressoren, Generatoren und Lichtmasten der Südkoreaner werden in Belgien und Amerika gebaut. Der Geschäftsbereich Doosan Portable Power verfügt über ein Sortiment an fahrbaren Kompressoren mit Druckluftleistungen von 7 bis 35 bar und Volumenströmen von 120 m³/h bis 2640 m³/h. Die mobilen einachsigen Drucklufterzeuger mit CE-Zertifikat leisten 120 m³/h bis 1020 m³/h (max. 14 bar) und wiegen weniger als 2.500 kg, die zweiachsigen sind bis zu 6.500 kg schwer. Zahlreiche Ausstattungsoptionen ermöglichen es, einen kundenindividuellen Baukompressor auszuliefern. Egal ob Standard- oder Hochleistungsverdichter: Alle Modelle werden laut Hersteller mit strukturstabilen Innenbauteilen ausgerüstet, die hohe Leistungen bieten und einen minimalen Wartungsaufwand erfordern.

Seit über 100 Jahren ist das US-Unternehmen Ingersoll Rand weltweit mit Kompressoren und Druckluftsystemen am Markt: ob kleine, mobile Lösungen für Werkstatt und Handwerk oder große, stationäre Druckluftversorgungssysteme für die Industrie. Die Hochdruckkompressoren liefern sogar Drücke bis 345 bar. Unterdruckmodelle bieten einen maximalen Unterdruck bis 99,2 Prozent. Die ehemalige Ecoair im bayerischen Wolfratshausen wurde von Ingersoll Rand Ende der 1990er-Jahre übernommen, Teile des Vertriebs agieren heute selbstständig unter dem Namen Air Center Süd am selben Standort. Man bietet allerdings nur noch stationäre Drucklufterzeuger diverser Hersteller an, jeodoch keine mobilen Modelle mehr. Bis Ende 2019 soll zudem das Schraubenkompressorwerk von Ingersoll Rand in Oberhausen geschlossen werden, die Produktion wird nach China sowie zurück in die USA verlegt.

Robert Ruthenberg