Glenkteleskop-Arbeitsbühnen

Immer schön gelenkig

Gelenkteleskop-Hubarbeitsbühne mit mehreren Knickgelenken
Gelenkteleskop-Hubarbeitsbühnen verfügen über mindestens ein, meist mehrere Knickgelenke und können in Verbindung mit der Beweglichkeit des Arbeitskorbes viele schlecht zugängliche Einsatzstellen erreichen (Bild: JLG)

Schmale Durchgänge und schwieriges Terrain sind kein Hindernis

Palfinger Platforms präsentierte jüngst mit der P 150 AJTK erstmals eine Smart-Hubarbeitsbühne auf einem Raupenträgerfahrzeug. Sie ist kompakt, kommt aber trotzdem auf 15 m Arbeitshöhe und ist deshalb prädestiniert für Einsatzorte, die von Lkw-montierten Bühnen schwer erreicht werden. Ein wesentlicher Vorteil: Dank der kompakten Bauweise bleibt die Bühne im Transportzustand unter 2 m Bauhöhe unter ist lediglich 80 cm breit – auch schmale Türöffnungen sind nun kein Hindernis mehr. Die voneinander unabhängig funktionierenden Raupen ermöglichen es dieser Bühnenart, sich auch auf schlammigem und unebenem Untergrund zu bewegen. Der Arbeitskorb hat zwei seitliche Einstiegsöffnungen, versenkbare Stufen sorgen für bequemen Ein- und Ausstieg.

Die Antriebskonzepte der Selbstfahrer reichen vom Diesel im Außenbereich über Elektroantriebe bis zu modern Hybridversionen. Die Palette an Möglichkeiten ist hier ebenso breit wie die Variantenvielfalt – wie die zahlreichen, meist international tätigen Hersteller betonen, gibt es für jedes Höhenzugangsproblem auf dem Bau eine passende Maschine und Lösung.

Teleskoplader mit Elektrokran

Eine Sonderstellung am Markt der Hubarbeitsbühnen haben Teleskopgeräte, früher bekannt als Teleskoplader mit frontseitiger Ladeschaufel oder Teleskopstapler mit Gabelzinken. Mit Anbau-Arbeitskörben sind sie heute auch als vollwertige Hubarbeitsbühnen oder als Kran einsetzbar. Der italienische Hersteller Merlo hat jüngst einen Roto-Teleskoplader mit Kranfunktion in Hybrid-Ausführung auf den Markt gebracht. Kranarbeiten können leise und emissionsfrei im Elektrobetrieb erledigt werden – danach wird mit Dieselantrieb auf der Baustelle oder Straße bis 40 km/h gefahren und gearbeitet. Voraussetzung für den E-Betrieb ist ein 64-A-Starkstrom-Anschluss am Einsatzort. In fünf Schritten wird aus dem klassischen Diesel-Teleskoplader ein Elektrokran. Der optionale E-Antrieb kann per Funkfernsteuerung gestartet und die Arbeitshydraulik elektrisch bedient werden. (Bild: Merlo)

Die Haulotte HA20 LE ist laut Hersteller die weltweit erste geländegängige, für den Ganztages-Einsatz geeignete Gelenkteleskop-Arbeitsbühne mit Elektroantrieb. Diese neue Generation verspricht niedrigere Energiekosten, weniger Luftverschmutzung und geringere Lärmbelästigung bei zugleich optimaler Performance. Sie wurde entwickelt für den fast geräuschlosen Einsatz in Bereichen mit verschärften Grenzwerten der Schadstoff- und Schallemissionen – etwa in Innenstädten oder in der Nähe von Krankenhäusern und Schulen – sowie bei flexiblen Arbeitszeiten, also auch nachts, am frühen Morgen oder späten Abend. Hochleistungsfähige Akkus und die Möglichkeit, den Korb ohne Energieverbrauch allein durch die Schwerkraft abzulassen, verlängern den elektrischen Energievorrat und damit die Einsatzzeit der Maschine auf einen ganzen Arbeitstag. Braucht man erhöhte Akkuleistung, kann der integrierte Range-Extender den Akku schnell aufladen – die Maschine behält dabei ihre volle Funktionsfähigkeit. Eine sehr hohe Hubgeschwindigkeit, 360°-Drehung und simultane Bewegungen versprechen für hohe Produktivität; Simultansteuerung garantiert präzise, fließende Bewegungen ohne Ruckeln.

Selbstfahrer in Allradversion gibt es wiederum u.a. von Nifty, mit Arbeitshöhen von 12 bis über 21 m. Das Leistungsvermögen von Anhänger- und Arbeitsbühnen mit Eigenantrieb kombinierend, sind die Nifty-Arbeitsbühnen kompakt, leichtgewichtig und manövrierfähig. Im verstauten Zustand von der Plattform aus gefahren, bietet die Vierradoption (4WD) maximale Traktion. Die hydraulischen Abstützausleger gestatten dabei schnelles Aufstellen sogar in rauem Gelände. Auch hier sind unterschiedliche Antriebskonzepte verfügbar, von Batterie-, Benzin-, Diesel- bis zum Bi-Energieantrieb (Batterie & Diesel), womit die Vorteile beider Leistungsquellen in einer Maschine kombiniert werden.