Interaktives User-Interface von Liebherr
Bedienkonzept

Interaktives User Interface soll Kommunikation revolutionieren

Intusi nennt Liebherr sein neues interaktives User-Interface, das den Bau- und Materialumschlag-Maschinen des Herstellers die Tür öffnet zum Internet of Things. (Bild: Liebherr)

Mit dem adaptiven Konzept Intusi (interaktives User Interface) will Liebherr die Kommunikation von und mit Baumaschinen revolutionieren. Es ist für die Bau- und Materialumschlagmaschinen des Herstellers der Schlüssel zum Internet of Things und kombiniert eine intelligente Bedienlogik mit einer ausgeklügelten Maschinenintelligenz. Liebherr hat dazu die komplett neue, moderne Steuerungsumgebung geschaffen.

Mit fortschreitender der Digitalisierung verändert sich die Baustelle immer mehr zu einem logistischen Umfeld, in dem Mensch und Maschine sowie verschiedenste Maschinen untereinander Informationen austauschen. Dabei vollzieht sich derzeit ein Wandel von der reinen Maschinenbedienung zur Kommunikation zwischen Fahrer und Maschine. Fahrerassistenzsysteme sowie Funktionalitäten aus der vernetzten Welt der Baustelle 4.0 gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ziel von Liebherr war es daher, den Maschinenführern ein zukunftsorientiertes Maschineninterface bereitzustellen, bei dem sie auf die gewohnte Übersichtlichkeit und verständliche Gesamtlogik von Liebherr vertrauen können. Das Konzept wird künftig maschinenübergreifend in allen Liebherr-Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen zum Einsatz kommen.

Grundlage für den effizienten Maschineneinsatz ist eine durchdachte Unterstützung des Maschinenführers mit den entsprechenden Funktionalitäten. Dabei vernetzt Liebherr die Bedien- und Maschinenintelligenz miteinander. Im neuen Bedienkonzept sind verschiedene Assistenzsysteme integriert und Sicherheitsfunktionen automatisiert. Erkennt die Maschine beispielsweise eine einsetzende Dämmerung, wird der Bediener automatisch auf den veränderten äußeren Zustand hingewiesen und erhält den Vorschlag zum Einschalten des Lichts.

Um mit der wachsenden Zahl an Funktionen weiterhin sicher und komfortabel arbeiten zu können, gliedert Liebherr die verschiedenen Funktionskategorien thematisch oder situationsbedingt in sogenannte Widgets, die an die Bedienung eines Smartphones erinnern. Dadurch stehen dem Maschinenführer zu seiner aktuellen Tätigkeit die unmittelbar erforderlichen Begleitbedienungen schnell und direkt zur Verfügung, sobald er das Masterbedienelement am Joystick oder in der Konsole betätigt. So öffnet sich auf dem Tablet zum Beispiel direkt die Einzelsteuerung der Pratzen, wenn mit dem Joystick die Abstützung angesteuert wird. Zusätzlich können die jeweiligen Widgets auch über das direkte Anwählen der entsprechenden Funktionsgruppe auf dem Tablet aufgerufen werden. Um dem Fahrer kurze Bedienwege zu ermöglichen, wurden typische Interaktionsmuster eingehend studiert und in die zugrunde liegenden Logik überführt. Gleichzeitig zeigt der Startbildschirm stets sämtliche Rückmeldungen zum gesamten Maschinenstatus an.

Charakteristisch für Baumaschinen ist die sichere Bedienung auch im unwegsamen Gelände. Deshalb sind neben dem Multitouch-Tablet weiterhin haptische Bedienelemente vorgesehen. Maßgebende Innovation hierbei ist die Integration eines Navigationskreuzes direkt in den rechten Joystick, zu dem auch ein zusätzliches Drehdrück-Element vorgesehen ist. Das Bedienelement in der ergonomisch gestalteten, rechten Konsole ist zu einem hohen Grad nach persönlichen Vorlieben veränderbar. Das erhöht den Bedienkomfort zusätzlich. Auch die Anordnung der Bedienoberfläche des Tablets lässt sich vom Maschinenführer individuell einstellen und in seinem Fahrerprofil übergreifend speichern. Übergeordnete Funktionen können so einfach zum Direktaufruf hinterlegt werden. Zusätzlich bleiben über ein separates Hauptmenü immer komplett alle Funktionen auswählbar.

Bauma: FM.809-813

Nominiert für Bauma Innovationspreis