Bau neuer Gebäude der TU München
TU-Campus München

Robuste Schalung von Noe-Schaltechnik

Endlich neu: Auf der Großbaustelle im Olympiapark entstehen moderne Gebäude der TU München. Für die zehn Monate andauernden Betonierarbeiten waren rund 1.200 m2 Schalung auf dem Gelände vorrätig, verbaut wurden 11.900 m3 Beton. (Bild: Noe-Schaltechnik)

Im nördlichen Teil des Münchner Olympiaparks sollen neue Räume für Forschung, Lehre und Sport der TU München entstehen. Bislang waren die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften und der Zentrale Hochschulsport in den alten Olympia-Gebäuden untergebracht. Ein Neubau aus Holz und Glas soll die Bauten aus den Siebzigern ersetzen. Bei der Errichtung der Sichtbetonwände für Kletterhalle und Audimax konnte die robuste Noe-Top-Schalung überzeugen.

Seit knapp 40 Jahren nutzen die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften und der Zentrale Hochschulsport der Technischen Universität München die Gebäude des TUM Campus im nördlichen Teil des Münchner Olympiaparks. Die für die Olympischen Spiele errichteten Bauten sind allerdings in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Aus diesem Grund entschieden sich die Verantwortlichen des Freistaats Bayerns zu umfassenden Baumaßnahmen. Im ersten Bauabschnitt wurden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, einige Gebäude abgerissen und Rettungswege geschaffen. Im zweiten und dritten Bauabschnitt werden unter anderem neue Sporthallen, eine Mensa, eine Bibliothek und Hörsäle sowie Institutsräume für Forschung und Lehre gebaut.

Den hierzu ausgeschriebenen Wettbewerb entschied das Architekturbüro Dietrich Untertrifaller mit den Balliana Schubert Landschaftsarchitekten aus Österreich für sich. Ihr Entwurf sieht einen Neubau mit sechs Innenhöfen vor, der vor allem aus Holz und Glas besteht und an einigen Stellen Sichtbeton aufweist. Sämtliche Baumeisterarbeiten des zweiten, Ende 2018 abgeschlossen Bauabschnitts – also Erd-, Kanal- und Entwässerungsarbeiten sowie der Hochbau – wurden von der Firma Grossmann ausgeführt. Für Betonierarbeiten verwendet das Rosenheimer Bauunternehmen seit vielen Jahren die Systeme der Noe-Schaltechnik und setzte diese auch für das Projekt im Olympiapark ein. Die vielseitige Wandschalung Noe-Top mit integrierter Gurtung lässt sich gleichermaßen als Rahmen- und Trägerschalung verwenden. Dabei sind die Spannstellenlagen frei wählbar. Zudem bietet der Hersteller sie in vielen verschiedenen Größen an. Unter anderem auch in der XXL-Version, die den Bau einer fugenlosen Fläche von über 14 m² erlaubt.

Noe-Top Wandschalung
Um die 15,3 m hohen Wände von Kletterhalle und Audimax zu erstellen, setzte das ausführende Bauunternehmen Grossmann auf die Wandschalung Noe-Top und betonierte knapp sieben Stunden ohne Unterlass. (Bild: Noe-Schaltechnik)

Bei der Münchner Baustelle kamen vor allem die 2,65 m und 3,31 m hohen Schalungselemente zum Einsatz. Knifflig war die Errichtung der Kletterhalle und des Audimax. Die Bauten haben insgesamt eine Grundfläche von 27 x 33 m und werden von 15,3 m hohen Wänden umrahmt, die zum Teil in Sichtbetonqualität SB 3 (Betonflächen mit hohen gestalterischen Anforderungen) ausgeführt werden mussten. Um die entsprechenden Betonoberflächen zu erzielen, wurde die Schalung mit einer neuen Schalhaut belegt. Bauleiter Martin Haslberger: „Obwohl unsere Noe-Schalung bereits bei vielen anderen Baustellen im Einsatz war, leistete sie uns auch bei den Sichtbetonwänden wertvolle Dienste. Auf der Baustelle achteten wir allerdings darauf, dass die neu belegten Schalungen nur bei den Wänden eingesetzt wurden, bei denen SB 3 gefordert wurde. Das Ergebnis entsprach der gewünschten Optik.“

Noe-Schalung auch nach vielen Einsätzen noch für Sichtbeton verwendbar

Dass die Schalungselemente selbst nach vielen Einsätzen noch für anspruchsvolle Sichtbetonwände verwendet werden können, bestätigt ihre Robustheit. Um sie derart widerstandsfähig zu machen, stattet der Hersteller alle Schaltafeln mit einer einheitlichen Profilstärke aus. Darüber hinaus sind Rahmen und Profile innen wie außen feuerverzinkt. Alle Noe-Top-Schalungen halten einem Betondruck von 88 kN/m² stand.

Bei der Kletterhalle verbauten die Grossmann-Mitarbeiter circa 2.000 m³ Beton und erstellten die 15,3 m hohen Wände in einem Zug. Konkret betonierten sie fast sieben Stunden lang mit einer Steiggeschwindigkeit von 2,4 m/h. Dabei hatte der Normalbeton eine mittlere Festigkeitsentwicklung (F3) und es wurde kein Verzögerer zugegeben. Verdichtet wurde mithilfe von Außenrüttlern.

Darüber hinaus erstellte Grossmann auch eine Tribünenkonstruktion für den Audimax mit Betonfertigteilen, baute Sichtbetonfassaden und betonierte weitere massive Innenwände (ebenfalls beides SB 3). In Summe verbaute das Unternehmen etwa 1.200 t Bewehrungsstahl und 11.900 m3 Beton, wobei circa 1.200 m2 Schalung auf der Baustelle vorrätig waren. Die Betonierarbeiten waren innerhalb von zehn Monaten abgeschlossen – angesichts der Größe des Objektes und der besonderen Herausforderungen eine zügige Leistung. Mit der fristgemäßen Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts sind nun die Wege für den dritten geebnet. Dieser soll bis 2022 – also genau 50 Jahre nach den Olympischen Sommerspielen 1972 – fertig sein.