Liebherr Raupenbagger R950 Tunnel
Grand Paris Express

Liebherr-Raupenbagger arbeitet unter Tage

Der Raupenbagger R 950 Tunnel wird für den Fräsabbau, das Anbringen von Bögen und bestimmte Umschlagarbeiten eingesetzt. Die Hubhöhenbegrenzung und der kleine Schwenkradius verhindern Kollisionen. (Bild: Liebherr)

Der Grand Paris Express ist derzeit das größte Städtebau-Projekt in Europa. Um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region Paris voranzutreiben, entstehen rund um die Metropole 200 km automatisierte U-Bahn-Linien und 68 Bahnhöfe. Ein speziell auf die Anforderungen der Untertageanwendung zugeschnittener Liebherr-Raupenbagger R 950 übernimmt unter anderem Fräsabbau und Umschlagarbeiten auf der Linie 15.

Auf einer der vielen Baustellen des Grand Paris Express ist ein Liebherr-Raupenbagger R 950 Tunnel im Einsatz. Im Schacht 807 der Linie 15 übernimmt er – ausgestattet mit einem Erkat2000-2-Fräser von Witeck und einem Bogengreifer von One-TP – den Fräsabbau, das Anbringen von Bögen und bestimmte Umschlagarbeiten. Seit Beginn der Baustelle hat die Maschine mit einem Einsatzgewicht von 45 t bereits mehr als 500 Betriebsstunden auf dem Zähler. Der Bagger verfügt über eine Tunnelausrüstung, die eine optimale Ausrichtung der Fräse gewährleistet. Außerdem ist er mit einem leistungsstarken Motor und einem Hydrauliksystem für den Fräser ausgestattet. Der kleine Schwenkradius ermöglicht ergonomisches und flexibles Arbeiten.

Bei der Tunnelbaustelle begannen die Arbeiten direkt im Schacht. Da der Brückenkran vor Ort nur für maximal 30 t ausgelegt war, musste der Raupenbagger demontiert werden, um unter die Erde zu gelangen. Dort unten bewältigt er besondere Herausforderungen: Enger und begrenzter Raum, viel Material auf der Baustelle sowie Staub erschweren die Arbeit. Für diese Einsätze ist der R 950 Tunnel konzipiert. Durch die Hubhöhenbegrenzung werden die Bewegungen automatisch gestoppt und das Risiko von Kollisionen mit dem Gestein reduziert.

Liebherr Raupenbagger R 950
Der Dieselmotor der gut 45 t schweren Maschinen bringt eine Leistung von 190 kW (258 PS) und verbraucht auf der Pariser Baustelle 14 l pro Stunde. (Bild: Liebherr)

Der kleine Schwenkradius und die Kameras an der Rückseite sowie an den Seiten sollen zudem Zusammenstöße mit Wänden, umliegendem Material oder Baustellenpersonal verhindern und damit Schäden an Werkzeugen, Schläuchen und Leitungen der Maschine sowie Kollisionen mit den Seitenflächen und Ausrüstungen der Galerie minimieren. Der Bagger ist für eine Tunnelhöhe von 5 bis 8 m ausgelegt. Sein Dieselmotor erreicht eine Leistung von 190 kW (258 PS), der Kraftstoffverbrauch liegt auf dieser Baustelle bei 14 l/h.