Bobcat Kranwinde TR50210
Teleskopstapler und Teleskoplader

Teleskopen mit konkurrenzloser Reichweite

Meister der Vielseitigkeit: Schwenkteleskopen wie der Bobcat TR50210 mit Kranarm und Winde am Schnellwechsler ersetzen Turm- und Autokrane oder arbeiten als mobile und wendige Geländekrane. (Bild: Bobcat)

Sie werden immer kompakter und vielseitiger, reichen immer höher und stemmen schwerste Lasten. So machen die Teleskopen anderen Maschinen wie Radladern oder auch Baggern ernsthaft Konkurrenz.

Sie haben zwar einen langen Umweg über die Landwirtschaft hinter sich, besonders in Europa. Entwickelt aber wurden Teleskopstapler durchaus für die Baubranche – und sind insofern waschechte Bauarbeiter mit robuster Technik für harte Anforderungen im rauen Baualltag. Und sie gewinnen überall neue Freunde: Mit Anbauausrüstungen wie Hubbühne und Bohrlafette arbeiten sie bei Hangsicherungen, mit Untersichtkörben übernehmen sie Brückeninspektionen, mit Winde und Lastkorb helfen sie bei Sanierungsarbeiten, mit Kranarm und Winde verwalten sie Baulager und ersetzen Mobilkrane.

Dieci Radlader mit Teleskop Dieci 40.7 VS
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Die Vorfahren der modernen Teleskopstapler und -lader entstanden in den 1950er-Jahren für den Hochbau in den Vereinigten Staaten. Dort wurde damals bei eigentümlichen und in Europa unbekannten Hebemaschinen die komplexe Hubmechanik – meist aus mehreren faltbaren Auslegersegmenten bestehend – durch einen gerade ausfahrenden, heb- und senkbaren Teleskopmast ersetzt. Anders als bei Geländestaplern bewegte sich der Gabelträger bei diesen Hebemaschinen nicht vertikal, sondern in einer verzwickten Kurve aufwärts. Da war der geradlinig ein- und ausfahrende Teleskopmast eine willkommene Verbesserung, der zudem die Konstruktion vereinfachte und deutlich weniger Komponenten für Seilzüge, Hydraulik und Gelenke erforderte.

Anders die Entwicklung in Europa: Hier machten in den 1970er- und 80er-Jahren Hersteller wie JCB aus England, Manitou und Sambron aus Frankreich oder Merlo aus Italien ihre für die Landwirtschaft konzipierten Teleskopstapler auch für den Bau salonfähig. Jedoch um Jahre später als auf der anderen Seite des Atlantiks. Bis heute sorgt der Name Teleskopstapler für Akzeptanzhürden am Bau: Man assoziiert eine Verwandtschaft mit dem Gabelstapler, also mit Stapel- und Umschlagarbeiten in wettergeschützten Hallen oder auf Industriehöfen und ebenem Betonboden. Geländestapler sind auf deutschen Baustellen kaum anzutreffen, ihre Aufgaben erledigen Radlader mit angesetztem Gabelträger. Also meint man, ein Stapler wird auf dem Bau nicht unbedingt gebraucht.

Um sich vom Staplerimage zu entfernen, bevorzugen immer mehr Anbieter die Bezeichnung Teleskoplader. So möchte man schon sprachlich das Stapeln ausblenden und das Laden mit der Schaufel, das Schütten, Schürfen und Beschicken von Silos sowie das Be- und Entladen von Lkw und Transportern betonen. Das umfasst auch Kranarme, Winden, Hubbühnen und andere Anbaugeräte am Teleskopmast anstelle des Gabelträgers – wofür der Begriff Stapler in der Tat nicht zutrifft.

Für den Bau interessant macht die Maschinen ihre Mobilität und Wendigkeit, der weit und hoch reichende Teleskopmast sowie ihre zuletzt stark zunehmende Vielseitigkeit. Teleskopen vereinen in einer Maschine eine pfiffige Kombination an Merkmalen und übertrumpfen damit diverse Konkurrenten: Sie sind vielfältiger einsetzbar als jeder Auto-, Raupen- oder Turmkran und auch jeder Geländestapler, sie reichen höher und weiter als jeder Radlader, sie machen mit passendem Anbaugerät Hubbühnen überflüssig und sie beladen Lkw über das Heck auf nur einer Fahrspur. Oft verfügen sie bereits serienmäßig über einen Schnellwechsler, manche haben zudem einen oder sogar mehrere zusätzliche Hydraulikkreise für entsprechende Anbaugeräte.

Manitou mit Wiegeelektronik WK60

Mit Bordwaage unterwegs

Die neue eichfähige Wiegeelektronik WK60 von Pfreundt aus Südlohn kann auch in Teleskoplader integriert werden. Das dynamische Wiegen erfolgt damit im Arbeitsfluss, die Maschine muss zum Verwiegen nicht anhalten – was ihre Lade- und Umschlagleistungen erhöht. Als Auswerte- und Anzeigeeinheit besitzt die Wiegeelektronik moderne Touchbedienung und verschiedene Schnittstellen bis zur Internetanbindung mit weltweitem Datenzugriff. Das System eignet sich für alle Teleskopentypen, arbeitet schnell und präzise und ist wartungsfrei. Auch eine Nachrüstung soll möglich und durch Steckverbindungen für Druck- und Messbereichs-Sensoren einfach sein. (Bild: Pfreundt)