Sie sind wendig, geländegängig, kompakt, teils sogar schmal genug, um enge Passagen durchfahren zu können, und transportieren je nach Modell Lasten bis zu zwei Tonnen, teils sogar noch mehr – Minidumper sparen im Garten- und Landschaftsbau Zeit, jede Menge Kraft und Nerven.

  • Wo immer es im Galabau eng zugeht, können Minidumper ihre Stärken ausspielen.
  • Das Verhältnis zwischen Eigengewicht und Nutzlast ist bei Kompaktdumpern besonders günstig.
  • Rad- oder Kettenantrieb je nach Bodendruck und Traktion.
  • Für geschlossene Räume gibt es spezielle E-Modelle.
  • Ein umfangreiches Zubehörsortiment verbreitert das Einsatzspektrum.

Mal ist es die schiere Größe, die am Bau vor allem zählt, mal genau das Gegenteil: die platzsparende, leichte Konstruktion, die Flexibilität. Wenn Radlader & Co. an ihre Grenzen stoßen oder schlichtweg unrentabel arbeiten, dann stellen Minidumper oft die perfekte, womöglich einzig sinnvolle Alternative dar. Kompakt wie sie sind, bieten sie ein besonders günstiges Verhältnis zwischen Eigengewicht und Nutzlast, bringen weniger Druck auf den Untergrund als ihre schweren Kollegen aus der Radladerfraktion und schonen so den Bestand vor Ort. Vor allem halten sie Oberflächenschäden in Grenzen und verdichten den Boden weit weniger stark – ein unschätzbarer Vorteil insbesondere für Garten- und Landschaftspfleger, die in eingewachsenen Anlagen Schüttgut wie Erde und Schotter über Rasen- und Wiesenflächen bewegen.

Außerdem bleiben Minidumper auch dort noch zuverlässig einsatzbereit, wo die Großen längst keinen Platz oder Zugang mehr finden. Sie passen durch Garten- oder Haustüren, durch beengte Passagen, durch dicht bepflanzte Obstbaumplantagen. Sie lassen sich mit ihrem vergleichsweise kleinen Wenderadius selbst bei den begrenzten Platzverhältnissen eines Gewächshauses oder eines eingewachsenen Reihenhausgartens einfach steuern und ersparen zeitraubendes Rangieren. Dazu kommen sie aufgrund ihres relativ niedrigen Schwerpunkts an steilen Böschungen oder Hängen sicher voran und zeigen sich auf unwegsamen, schlammigen Böden ebenso geländegängig wie auf Sand oder Schotter.

Die Vorteile gegenüber dem schlichten Schubkarren liegen auf der Hand: Der Fahrer bewältigt mit einem Minidumper schwerere Lasten und braucht für den Transport großer Materialmengen erheblich weniger Zeit und Kraft; wenn einmal Not am Mann ist, hält er so länger durch. Einige Dumpermodelle können übrigens mit den passenden Aufbauten noch sehr viel mehr, verwandeln sich bei Bedarf zu wahren Allroundern für den Landschaftsbau, die Grünpflege oder den Winterdienst.

Wacker Neuson Modell WN1000 mit hydostatischen Twin-Lock-Allradantrieb
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Ob sich der Kauf oder das Leasing eines Minidumpers lohnt oder ob man besser eines der Mietangebote nutzt, hängt wie üblich vornehmlich vom individuellen Budget und Bedarf ab. Bei professionellen Gartenbaubetrieben, die den Dumper häufig und regelmäßig benötigen, hat sich der Kaufpreis oft schon nach Monaten oder wenigen Jahren amortisiert. Schließlich entfallen dadurch auch die womöglich kostspieligen, zeitaufwendigen Transporte beim Abholen und bei der Rückgabe der Maschine. Andererseits ist dann der Besitzer für Wartung, Pflege und Reparaturen selbst verantwortlich. Zudem benötigt er genug Platz, um den Minidumper adäquat unterzubringen. Nicht zuletzt deshalb werden viele lieber zu einer Mietmaschine greifen – vor allem wenn man den Minidumper nur gelegentlich einsetzt, etwa um in Spitzenzeiten betriebsinterne Engpässe zu überbrücken. In solchen Fällen sollte man aber möglichst langfristig planen und den für die jeweilige Situation passenden Dumper rechtzeitig reservieren, damit er sicher zur Verfügung steht.

Einsatzbedingungen entscheiden über das richtige Modell

Davor aber steht die Auswahl des passenden, für die jeweiligen Ansprüche geeigneten Dumpermodells. Entscheidend dafür sind mehrere Faktoren; zu den wichtigsten zählt die Nutzlast: Das Angebot reicht vom kleinen Kompaktdumper wie dem Powerpac RC360 mit gerade einmal 360 kg Ladekapazität, der vage an einen übergroßen, motorisierten Schubkarren erinnert, bis zum 2,5-t-Topmodell mit überdachter Sitzkabine wie Yanmars C30 R-3. Ebenfalls wichtig für die Kaufentscheidung: Mit welcher Art von Schüttgut, welchen Böden und Steigungen es der Dumper für gewöhnlich zu tun hat. Ob er in geräuschsensibler Umgebung zum Einsatz kommt, etwa auf Friedhöfen, in Zoos oder in der Nähe von Krankenhäusern. Und ob er ausschließlich im Außen- oder auch im Innenbereich gebraucht wird.