Filigrandecken-Unterstützung von Mayer
Wohnanlage Fürth

Tausende Stützen weniger

Die Geschossdecken der neuen Wohnanlage in Fürth konnten mit der Filigrandecken-Unterstützung Minimax deutlich schneller erstellt werden als üblich. (Bild: Mayer

Wenn 40 bis 50 Prozent weniger Stützen auf einer Baustelle nicht gestellt, nicht wieder ausgebaut und nicht transportiert werden müssen, ergeben sich überzeugende Kostenvorteile. Auf einer Großbaustelle in Fürth war dafür die Filigrandecken-Unterstützung Minimax von Mayer Schaltechnik verantwortlich.

Im Fürther Stadteil Espan entsteht eine Wohnanlage mit 128 Eigentumswohnungen, zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoß und einer Tiefgarage. Unter anderem müssen 11.000 m² Decken gefertigt werden. Im Sinne eines zügigen Baufortschritts entschied sich das Bau-Unternehmen Lupp aus Nidda, die 20 cm starken Geschossdecken als Filigrandecken auszuführen. Um auch bei der Zwischenunterstützung der teilvorgefertigten Deckenplatten vor dem Aufbringen der Ortbetonschicht Zeit zu sparen, verwendeten die Experten die Minimax-Filigrandecken-Unterstützung von Mayer Schaltechnik zusammen mit üblichen Stahlrohrstützen anstatt zeitaufwendig zu installierender Joche aus H20-Holzschalungsträgern.

„Mit Minimax sinkt der Stützenbedarf erheblich, und das bringt Vorteile an mehreren Fronten: Wenn wir in Fürth rund 3.500 Stützen weniger stellen müssen, heißt das deutlich weniger Arbeitsaufwand. Über alle Decken gerechnet, summiert sich das locker auf 350 Stunden“, erklärt Polier Thomas Grüner, der bereits Erfahrung mit dem modernen System hatte.  Bauleiter Benjamin Pilz ergänzt: „Das bedeutet auch wesentlich weniger Stahl, der an- und abtransportiert und auf der Baustelle bewegt werden muss – und entspannt unsere beengte Lagersituation. Mit der Stützenzahl reduziert sich auch das Kleinmaterial. An Dreibeinen müssen wir nur noch die Hälfte vorhalten und Gabelköpfe entfallen komplett.“

Filigrandecken-Unterstützung von Mayer
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Minimax besteht aus teleskopierbaren Aluminiumträgern, die deutlich tragfähiger sind als jene aus Holz. Um die höhere Leistung auch auszunutzen, haben die Träger feste Aufnahmedorne zum Aufsetzen auf die Stahlrohrstützen. Diese sind so angeordnet, dass sowohl die statische Leistungsfähigkeit der Doppel- und Einschubträger voll ausgereizt wird als auch die rechnerische Tragkraft jeder einzelnen Stütze. Es gibt keine zusätzlichen, nicht ausgelasteten Angststützen und damit auch keinen unwirtschaftlichen Stützenwald. Zur Aussteifung der Joche untereinander verwendet Polier Grüner übliche Dachlatten und fixiert sie mit dem praktischen Klemmstück am Träger: „Das geht einfacher und schneller als bei Holzträgern und ist, weil nicht genagelt wird, auch sicherer. Zudem vereinfacht es den Rückbau.“

Diese günstige Materialausnutzung beschert Bau-Unternehmen einen um fast die Hälfte reduzierten Stützenbedarf. Konkret: 40 bis 50 Prozent weniger Stützen, die auf der Baustelle nicht gestellt, nicht wieder ausgebaut, nicht transportiert, auch nicht vorgehalten und gelagert beziehungsweise gemietet oder gekauft werden müssen – einschließlich Zubehör. „Minimax hat dazu beigetragen, dass wir die Wohnanlage in Fürth termingerecht übergeben konnten und die Kosten im Rahmen blieben“, resümiert Polier Grüner.